Mehr Tempo im Übernahmekampf um britischen Autozulieferer GKN

London (APA/Reuters) - Der Übernahmekampf um den britischen Auto- und Luftfahrtzulieferer GKN spitzt sich zu. Der Sanierungsspezialist Melrose bot am Montag an, für eine Zustimmung der Aktionäre sein Angebot aufzubessern. So will Melrose etwa eine Milliarde Pfund (1,1 Mrd. Euro) in den Pensionsfonds des Unternehmens stecken. Zudem soll die Annahmeschwelle auf gut 50 Prozent von bisher 90 Prozent gesenkt werden.

Melrose hat rund 7,8 Mrd. Pfund für GKN geboten. Der GKN-Vorstand wehrt sich dagegen und hat stattdessen eine Fusion seines Autozuliefergeschäfts mit dem US-Konkurrenten Dana vorgeschlagen. GKN würde sich dann auf seine Rolle als Flugzeugzulieferer konzentrieren. Dana kündigte am Montag an, dass die eigenen Aktien auch in London gehandelt werden soll. Dies dürfte ein Zusammengehen erleichtern. Zudem sollen GKN-Investoren einen Teil der Dana-Dividende bekommen.

Die Aktien der drei betroffenen Unternehmen lagen am Montag alle im Minus: GKN fielen um 0,9 Prozent, Melrose um 0,1 Prozent und Dana um 0,3 Prozent.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker