Mehr als 1.500 Taxifahrer protestieren in Prag gegen Uber

Prag (APA/dpa) - Mehr als 1.500 Taxifahrer haben in Prag gegen die Konkurrenz durch den umstrittenen US-Fahrvermittler Uber protestiert. Sie trafen sich auf einem Stadion-Parkplatz, um anschließend in Kolonnen langsam durch das Stadtzentrum zu fahren, wie die Agentur CTK am Donnerstag berichtete.

"Wer die Gesetze einhält, wird bestraft und schikaniert", hieß es auf Spruchbändern. Die Polizei setzte einen Hubschrauber ein, um die Lage aus der Luft zu beobachten.

Tschechiens geschäftsführender Verkehrsminister Dan Tok äußerte sich kritisch zu der Protestaktion: "Die Taxifahrer nehmen die Bürger Prags als Geiseln", sagte der Politiker der liberal-populistischen ANO-Partei. Der Europäische Gerichtshof hatte das Start-up Uber im Dezember als einen Verkehrsdienstleister eingestuft und damit den Weg für eine Regulierung freigemacht. Das weitere Vorgehen liegt aber bei den Einzelstaaten.

Insgesamt gibt es rund 8.300 Taxifahrer in Prag, deren Ruf aber nicht immer der beste ist. Die Stadtverwaltung selbst warnte Touristen in einer Plakatkampagne vor unlauteren Vertretern der Branche, die weit überhöhte Preise verlangen.

Taxifahrer wehren sich in vielen Städten gegen die Konkurrenz von Uber. Bei dem Dienst können sich Privatpersonen über eine App registrieren und Fahrgäste gegen Bezahlung mitnehmen. Aus deutschen Städten hat sich Uber nach Rechtsstreitigkeiten teils zurückgezogen. Derzeit ist der Fahrdienst in München und Berlin eingeschränkt aktiv.

Washington (APA/dpa-AFX) - In den USA ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend weiter gesunken und auf den tiefsten Stand seit fast 50 Jahren gefallen. Die Anträge gingen um 8.000 auf 207.000 zurück, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. So niedrig war die Zahl der Erstanträge zuletzt im Dezember 1969.
 

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US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf tiefstem Stand seit 1969

Wien/Linz (APA) - Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) hat im Korruptionsprozess rund um die Privatisierung der Bundeswohnungen und den Linzer Terminal Tower erneut sein Handeln verteidigt. Die Vergabe der Bundeswohnungen sei korrekt, transparent und ein Erfolg für die Republik gewesen. Aber bei der ersten Einvernahme sah Grasser noch eine "katastrophale Optik" durch das Provisionsgeschäft bei der Buwog.
 

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Grasser-Prozess - Grasser verteidigt Vergabe, "Optik katastrophal"

Frankfurt/Wolfsburg (APA/Reuters) - Die Kernmarke Volkswagen des VW-Konzerns soll nach dem Willen von Konzernchef Herbert Diess schon vier bis fünf Jahre früher als bisher geplant eine Rendite von sechs Prozent erreichen. Spätestens 2021 wolle Diess die Marke von sechs statt der bisher bis dahin angestrebten vier Prozent Gewinn vom Umsatz schaffen, berichtete das "Manager Magazin" am Donnerstag ohne Angabe von Quellen.
 

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Magazin: VW-Chef will höhere Rendite bei VW früher erreichen