Mehr als 100 Mitarbeiter von Niki & Co schon bei der AUA

Schwechat/Wien/Berlin (APA) - Die AUA (Austrian Airlines) hat zur Zeit regen Zulauf von ehemaligen Crews der in die Insolvenz geschlitterten Konkurrenten Air Berlin und Niki. AUA-Chef Kay Kratky geht davon aus, dass aktuell 100 bis 200 Mitarbeiter - hauptsächlich Flugbegleiter und Piloten - über diese Konkurrenzschiene zur AUA stießen. Rund hundert hätten bereits Anstellungszusagen.

Das Auswahlverfahren für diese Bewerber der letzten zwei bis drei Monate laufe noch. Der erste große Schwung kam gleich nach dem Ende der Air Berlin im Spätherbst. Als im Dezember auch die österreichische Air-Berlin-Tochter Niki Insolvenz anmelden musste, hat die AUA speziell deren Piloten Jobs angeboten. Für Flugbegleiter der ehemaligen Niki gab es eigene Castings.

Zusätzlich bildet die AUA heuer hundert Piloten selber aus. Bedarf an neuen Piloten hat die AUA zur Zeit zusätzlich, weil junge Cockpit-Crews, vor allem Copiloten, zu ersetzen sind, die zur AUA gekommen waren, weil sie im Lufthansa-Konzern als Nachwuchspiloten eine Zeit lang keine Anstellung bekamen. Die Lufthansa hatte zwar Hunderte Piloten ausgebildet, aber während des im deutschen AUA-Mutterkonzern tobenden Tarifstreit nicht angestellt. Die meisten dieser derzeit rund 300 Nachwuchspiloten, die an die AUA "verborgt" waren, können jetzt wieder zu den deutschen Lufthansa-Töchtern zurück. Sie müssen also in der AUA in nächster Zeit ersetzt werden.

Nachdem die einstige Air-Berlin-Tochter Niki im Dezember aus Wettbewerbsgründen nicht an die deutsche Lufthansa verkauft werden durfte, hat Niki-Gründer Niki Lauda seine ehemalige Airline heuer zu Jahresanfang zurückgekauft. Trotzdem wird die unter Laudamotion neu startende Airline auch für Teile des Lufthansa-Konzerns an den Start gehen. Ins Auge gefasst ist, dass Laudamotion-Maschinen samt Besatzung auch an die Lufthansa bzw. ihre Töchter vermietet werden.

Eurowings als Billigtochter der Lufthansa hat bereits angekündigt, über Leasingvereinbarungen einige Maschinen von Laudamotion einsetzen zu wollen. Verhandlungen hat am Donnerstag auch AUA-Chef Kay Kratky bestätigt.

Wie viel Fluggerät er von Laudamotion gern hätte, sagte Kratky heute nicht. Man habe die Lektionen gelernt und wolle dies erst mit den Wettbewerbsbehörden besprechen, sagte der AUA-Chef. Danach werde man entscheiden, ob und was man nehme, und was für die Erweiterung des Geschäfts gesucht werde. Möglicherweise werde man dies schon in ein, zwei, drei Wochen wissen.

Vorläufig bedeckt hielt sich der AUA-Chef zu den 600 Slots (Start- und Landerechten) der ehemaligen Niki-Airline, die die Nachfolgegesellschaft Laudamotion in Österreich nicht mehr braucht und zurückgegeben hat. "Momentan haben wir alle Slots belegt", sagte Kratky. Natürlich denke man darüber nach, wie man sich die freien Flugrechte nutzbar machen könnte. "Wir müssen schauen, welche für uns interessant sind."

Kratkys Dreijahresvertrag an der Spitze der AUA läuft bis August. Zur Frage, ob er eine Verlängerung anstrebe, verwies er auf laufende Gespräche. Für 2017 hat er ein Rekordergebnis abgeliefert.

Berlin/Frankfurt (APA/dpa) - Der irische Billigflieger Ryanair hat die Gewerkschaft Verdi als Verhandlungspartner für das in Deutschland stationierte Kabinenpersonal anerkannt. Die Gewerkschaft will nun zügig Tarifverhandlungen aufnehmen, wie sie am Mittwoch mitteilte.
 

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Ryanair erkennt Verdi als Verhandlungspartner für Kabine an

München (APA/Reuters) - Die deutsche Internet-Kleinanzeigenbörse Scout24 will mit der Übernahme des Vergleichsportals Finanzcheck.de künftig mehr an Gebrauchtwagen-Krediten verdienen. Der Münchner Betreiber der Portale autoscout24.de und immobilienscout24.de zahlt für den defizitären Ratenkredit-Vermittler 285 Millionen Euro.
 

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Scout24 kauft Vergleichsportal Finanzcheck.de

Washington/Berlin (APA/Reuters) - IWF-Chefin Christine Lagarde hat US-Präsident Donald Trump vor einer Eskalation des Handelsstreits gewarnt. "Die Spannungen in der Handelspolitik haben bereits ihre Spuren hinterlassen, das Ausmaß der Schäden aber hängt davon ab, was die Politik als Nächstes tut", schrieb Lagarde in einem am Mittwoch veröffentlichen Blog im Vorfeld des G-20-Finanzministertreffens am Wochenende in Buenos Aires.
 

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IWF-Chefin Lagarde - Handelsstreit dürfte USA am härtesten treffen