Mega-Fusion in Bierbranche verzögert sich erneut

Die Mega-Fusion in der Bierbranche geht ein weiteres Mal in die Verlängerung. Wie der Branchenprimus Anheuser-Busch InBev und die Nummer zwei SABMiller am Mittwoch mitteilten, wurde dem Beck's- und Budweiser-Mutterkonzern nun erneut eine Fristverlängerung eingeräumt, um ein verbindliches Angebot vorzulegen.

Das soll nun bis zum 4. November geschehen. In den vergangenen beiden Wochen habe Anheuser-Busch die SABMiller-Bücher geprüft und Möglichkeiten für eine Finanzierung ausgelotet. Nun müssten noch "weitere Aspekte der Transaktion" diskutiert werden.

Mit einem Volumen von etwa 92 Milliarden Euro wäre es eine der größten Firmenübernahmen überhaupt und die größte einer britischen Gesellschaft. Sollte der Mega-Deal zustande kommen, würde weltweit jedes dritte Bier aus einer Brauerei des neuen Konzerns kommen. Um grünes Licht von den Wettbewerbshütern zu bekommen, wird damit gerechnet, dass der fusionierte Konzern Beteiligungen abstoßen muss, etwa in den USA und in China. Ein Zusammenschluss der beiden Top-Firmen einer Branche ist extrem selten.

Bei der Nummer drei der Branche, Heineken, liefen die Geschäfte zuletzt gut. Dank des großen Bierdurstes der Europäer im warmen Sommer sowie guter Geschäfte in Mexiko und Brasilien verkauften die Niederländer mehr Bier als erwartet. Der Umsatz stieg um acht Prozent auf 5,51 Milliarden Euro. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt nur mit 5,31 Milliarden Euro gerechnet.

An der Börse kamen die Nachrichten gut an: Heineken-Aktien erreichten ein Allzeithoch von 83,67 Euro. Seit Monaten sind sie im Aufwind. Es wird spekuliert, dass SABMiller womöglich zukaufen könnte, um sich gegen die Übernahme durch Anheuer-Busch zu wehren. Die Briten hatten in der Vergangenheit immer wieder Interesse an Heineken angemeldet.

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Lufthansa kann nach Einschätzung eines Experten noch in diesem Jahr mit der Genehmigung der EU-Kommission für den Kauf eines großen Teils der insolventen Air Berlin rechnen - aber nur unter harten Bedingungen. "Es wird Auflagen geben, die noch über die Abgabe von Slots hinausgehen dürften", erklärte Luftfahrtexperte Ulrich Schulte-Strathaus am Dienstag bei einer Branchenkonferenz in Frankfurt.
 

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Lufthansa muss mit harten EU-Auflagen rechnen

Dallas (Texas)/New York (APA/Reuters) - Der US-Telekomkonzern AT&T will nach dem Einspruch der US-Regierung die geplante milliardenschwere Übernahme des Medienkonzerns Time Warner vor Gericht durchboxen. AT&Ts Prozessanwalt Dan Petrocelli sagte dem Sender CNBC am Dienstag, dass das Fusionsvorhaben keine Bedrohung für die Verbraucher darstelle. Die Klage des Justizministeriums sei deshalb "töricht".
 

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AT&T-Anwalt will für Time-Warner-Kauf vor Gericht ziehen

Wien/Wels (APA) - Der oberösterreichische Industrielle Stefan Pierer hat über ihm nahestehende Gesellschaften seinen Anteil an der KTM Industries AG weiter aufgestockt. Die Pierer Industrie AG habe von Organen der KTM Industries AG sowie von der Gesellschaft nahestehenden Personen insgesamt 12,2 Mio. Aktien zu je 4,80 Euro/Aktie erworben. Das entspreche rund 5,42 Prozent des Grundkapitals.
 

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Pierer stockt bei KTM Industries auf