Mega-Börsegang des Smartphone-Konzerns Xiaomi wird konkreter

Hongkong (APA/Reuters) - Der Börsengang des chinesischen Smartphoneherstellers Xiaomi wird informierten Kreisen zufolge konkreter. Banken seien eingeladen, sich nächsten Freitag um entsprechende Beratungsmandate zu bewerben, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Das Aktienmarktdebüt sei für kommendes Jahr geplant.

Einer der befragten Personen zufolge könnte Xiaomi der größte Börsengang eines Technologiekonzerns 2018 glücken. Ein anderer Insider sagte, dass eine Bewertung von 100 Mrd. Dollar (84,4 Mrd. Euro) im Rahmen des Möglichen liege. Es wird damit gerechnet, dass das Unternehmen Hongkong oder die USA als Börsenplatz auswählt. Xiaomi war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

Bei einer Finanzierungsrunde vor drei Jahren wurde der Konkurrent von Huawei Technologies bereits mit rund 46 Mrd. Dollar bewertet. Die Verkaufszahlen im laufenden Jahr haben Erwartungen geweckt, dass der Konzern mittlerweile deutlich über dieser Marke liegt. Längst bietet Xiaomi seine Billig-Smartphones nicht mehr nur auf dem scharf umkämpften chinesischen Markt an, sondern auch im Ausland. Laut dem Marktforschungsinstitut Canalys hat Xiaomi in der Volksrepublik den iPhone-Konzern Apple überholt und ist zur Nummer vier aufgestiegen.

Anleger in China erwartet ein geschäftiges Jahr. Neben Xiaomi werden für 2018 die milliardenschweren Börsengänge der Vermögensplattform Lufax sowie des Onlinedienste-Anbieters Meituan-Dianping erwartet.

Brüssel (APA/Reuters) - Der Defizitstreit zwischen der EU-Kommission und der italienischen Regierung verschärft sich. Die Brüsseler Behörde wird den Budgetentwurf aus Rom für das kommende Jahr ablehnen, wie der "Spiegel" am Mittwoch unter Berufung auf den deutschen EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger (CDU) berichtete.
 

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EU-Kommission weist Italiens Haushaltsentwurf zurück

Washington/Peking (APA/dpa) - US-Präsident Donald Trump hat ein neues Mittel gefunden, um China im Handelsstreit unter Druck zu setzen. Auf Anraten seines Wirtschaftsberaters Peter Navarro wolle Trump ein 144 Jahre altes Postabkommen aufkündigen, schrieb die "New York Times" am Dienstag unter Berufung auf hochrangige Regierungskreise.
 

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Trump könnte 144 Jahre altes Postabkommen mit China beenden

Wien (APA) - Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, Ex-FPÖ-Generalsekretär Walter Meischberger, dessen früheren Anwalt Gerald Toifl und andere ging es heute am 57. Prozesstag einmal mehr darum, wem welche Konten gehörten. Kein leichtes Unterfangen, wie schon Meischberger beim Auffliegen des "Buwog-Skandals" anmerkte.
 

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Grasser-Prozess - "Wird alles etwas schwierig zu erklären"