Mega-Bahnstreik in Deutschland beeinträchtigt Chemiebranche

Frankfurt/Berlin - Der siebentägige Lokführer-Streik bei der Deutschen Bahn könnte für Rohstoffengpässe in der Chemieindustrie sorgen. "Störungen im Schienengüterverkehr haben weitreichende Auswirkungen auf die Branche und Kunden", sagte eine Sprecherin des Verbands der Chemischen Industrie (VCI) am Montag. "Wenn so ein Streik länger dauert, muss man bei Engpässen mit der Versorgung von Rohstoffen rechnen."

Der Schienengüterverkehr ist für die Chemiebranche von großer Bedeutung beim Versand von Rohstoffen, Fertig- und Zwischenprodukten. 2013 wurden nach Angaben des VCI 221 Mio. Tonnen Chemikalien in Deutschland insgesamt transportiert, davon 13,8 Prozent mit der Bahn.

Die Branche sei deshalb auf reibungslose Abläufe im Schienenverkehr angewiesen, erläuterte die VCI-Sprecherin. Für manche Stoffe ist der Transport über die Schiene gesetzlich vorgeschrieben. Kurzfristig müsse während des Streiks auf andere Transportwege wie den Binnenschiffverkehr oder per Lkw ausgewichen werden. "Für die Chemie sind alle Verkehrsträger wichtig, wenn einer wegfällt, ist das schon ein herber Schlag." Die Bahn ist für die Branche, die nach der Autoindustrie und dem Maschinenbau Deutschlands drittgrößter Industriezweig ist, das zweitwichtigste Transportmittel nach Lkw mit gut 63 Prozent.

Der Streik soll im Güterverkehr am Montag und im Personenverkehr am Dienstag beginnen und bis Sonntag dauern. Es wäre der bisher längste Lokführer-Streik bei der Deutschen Bahn und der achte Ausstand in dem seit dem vorigen Jahr andauernden Tarifstreit.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte