Medizinkonzern Fresenius blast milliardenschwere US-Übernahme ab

Bad Homburg (APA/dpa) - Der Medizinkonzern Fresenius hat die geplante 4,4 Milliarden Euro schwere Übernahme des US-Konzerns Akorn platzen lassen. Das Unternehmen habe beschlossen, die Übernahmevereinbarung zu kündigen, weil Akorn mehrere Vollzugsvoraussetzungen nicht erfüllt habe, teilte der Dax-Konzern am Sonntagabend mit.

Unter anderem habe es schwerwiegende Verstöße gegen Vorschriften der US-Gesundheitsbehörde FDA bezüglich der Datenintegrität bei Akorn gegeben. Das habe die von Fresenius eingeleitete, unabhängige Untersuchung zu Tage gefördert. Das Angebot, mehr Zeit zu bekommen, um selbst weiter zu prüfen und Fresenius zusätzliche Informationen zur Verfügung zu stellen, hätten die Amerikaner abgelehnt.

Fresenius-Chef Stephan Sturm hatte hinter den geplanten Zukauf Ende Februar schon ein großes Fragezeichen gemacht, da aber noch von "angeblichen Verstößen" gesprochen. Akorn produziert Cremes und Salben. Dem Konzern wird vorgeworfen, bei der Datenintegrität und Produktentwicklung gegen Regeln der FDA für die Zulassung von Medikamenten verstoßen zu haben.

Die umstrittene Übernahme wurde für Fresenius damit zur Dauerbaustelle: Ursprünglich wollte Fresenius den Zukauf Anfang 2018 abschließen, aber auch die kartellrechtliche Prüfung zog sich. Zudem steht Akorn derzeit unter Preisdruck und lieferte jüngst schwache Ergebnisse. Daher wuchs die Sorge, Fresenius könne sich bei dem geplanten Zukauf verhoben haben.

Ankara (APA/Reuters) - Die türkische Regierung hat vor den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen am 24. Juni ihre Ausgaben hochgefahren. Dadurch wuchs das Budgetdefizit in den ersten fünf Monaten dieses Jahres um 78 Prozent auf umgerechnet rund 3,7 Mrd. Euro (20,5 Mrd. Lira), wie aus den am Montag veröffentlichten offiziellen Daten hervorgeht.
 

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Türkisches Staatsdefizit stieg vor Wahlen kräftig - Mehr Ausgaben

Vilnius (APA/Reuters) - Die EZB wird nach Einschätzung von Litauens Notenbankchef Vitas Vasiliauskas möglicherweise im Herbst 2019 erstmals seit Jahren ihre Zinsen straffen. "Da es traditionell keine Sitzung im August gibt, ist es offensichtlich, dass wir über September, Oktober sprechen könnten", sagte das EZB-Ratsmitglied am Montag vor Journalisten. "Ich würde sagen, es geht in Richtung Herbst."
 

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EZB-Notenbanker hält Zinserhöhung im Herbst 2019 für möglich

Wien (APA) - Die ÖVP/FPÖ-Regierung will den lebenslangen Rücktritt von Lebensversicherungen im Fall von falscher oder fehlender Belehrung um einiges unattraktiver machen. Betroffene sollen bereits 2019 deutlich weniger Geld herauskommen. Die Arbeiterkammer und die Liste Pilz kritisieren den schwarz-blauen Vorstoß.
 

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AK-Kritik: Regierung macht Versicherungsrücktritt unattraktiver