Medienkonzern Vivendi lässt Anleger über 2018 im Dunkeln: Aktie fällt

Paris (APA/Reuters) - Der französische Medienkonzern Vivendi hat nach einem Gewinnsprung 2017 einen klaren Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr gescheut. Das sorgte an der Börse für Enttäuschung: Vivendi-Aktien brachen am Freitag zeitweise um knapp neun Prozent ein und waren größter Verlierer im Parise Auswahlindex CAC 40.

Zwar konnte das Unternehmen seinen Betriebsgewinn 2017 dank der Musiksparte Universal Music (UMG) um über 36 Prozent auf 987 Millionen Euro steigern. Dazu trug auch eine Erholung beim Bezahlsender Canal Plus bei. Der Umsatz legte um knapp 15 Prozent auf 12,4 Milliarden Euro zu. Analysten kritisierten aber, dass Vivendi keine konkrete Prognose für UMG in diesem Jahr abgab. Auch für den Gesamtkonzern legte der Vorstand für 2018 keine Ziele vor.

"Das sorgt für zusätzliche Unsicherheit", erklärten die Analysten der UBS. Die starke Entwicklung bei UMG hatte zuletzt Spekulationen über einen Börsengang der Musiksparte genährt und auch den Aktienkurs von Vivendi beflügelt. Vivendi-Chef Arnaud de Puyfontaine sagte aber, es gebe derzeit keine Pläne für ein Listing von UMG. Die Musiksparte, die zuletzt von Erfolgen von Künstlern wie Taylor Swift und Kendrick Lamar sowie der Hitsingle "Despacito" von Luis Fonsi profitierte, trug voriges Jahr über drei Viertel zum Betriebsgewinn des Konzerns bei.

Rüsselsheim/Frankfurt (APA/dpa) - Angesichts geringer Aufträge drohen bei Opel laut einem Medienbericht weitere Produktionskürzungen. Die Leitung habe im Stammwerk Rüsselsheim vom 1. bis zum 29. Oktober sieben "Korridortage" beantragt, an denen die Bänder stillstehen und Mitarbeiter zu Hause bleiben, berichten die Zeitungen der Mainzer Verlagsgruppe VRM. Sie berufen sich auf eine interne Mitarbeiter-Information des Betriebsrates.
 

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Bericht: Opel drosselt Produktion in Rüsselsheim weiter

Düsseldorf/Ankara (APA/dpa) - Der Verfall der türkischen Lira macht sich beim Konsumgüterkonzern Henkel vor allem im Klebstoffgeschäft bemerkbar. Dort sehe man erste Anzeichen, dass sich das Wachstum abschwächen könnte, sagte Vorstandschef Hans Van Bylen der "Wirtschaftswoche" (Freitag). Bei Waschmitteln und Kosmetik spüre Henkel hingegen noch keinen Einfluss auf den Umsatz.
 

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Henkel-Chef: Türkische Lira belastet Klebstoffgeschäft

Wien/Prag (APA) - Das tschechische Wettbewerbsamt (UOHS) hat die Einsprüche der österreichischen Firma Kapsch TrafficCom gegen die umstrittene Ausschreibung für den künftigen Betreiber des Lkw-Mautsystems abgewiesen und unmittelbar danach einen zehn Jahre laufenden Vertrag mit dem slowakisch-tschechischen Konsortium SkyToll/CzechToll unterzeichnet, berichteten tschechische Medien am Freitag.
 

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Kapsch im Streit um tschechischen Mautbetrieb endgültig abgeblitzt