Medienkonzern Bertelsmann stutzt Druckgeschäft weiter zurecht

München - Der zu Bertelsmann gehörende Druckkonzern BE Printers zieht sich mit dem Verkauf seines Spanien-Geschäfts aus einem weiteren Land zurück. Damit hat das Unternehmen nach eigener Einschätzung die passende Größe für den schrumpfenden Markt erreicht. "BE Printers schließt mit diesem Verkauf den Prozess der Fokussierung ab", erklärte Firmenchef Bertram Stausberg am Montag.

Die beiden Druckereien in Madrid und Barcelona mit 550 Mitarbeitern gehen für einen nicht genannten Betrag an den britischen Investor Walstead Capital, der nach Stausbergs Angaben in diese Standorte investieren wird.

BE Printers hatte im vergangenen Jahr eine Druckerei im holsteinischen Itzehoe geschlossen und sich von Geschäften in Italien und Kolumbien getrennt. Der Konzern mit einem Jahresumsatz von 1 Mrd. Euro betreibt nun noch neun Druckereien mit insgesamt 3.500 Beschäftigten in Deutschland, Großbritannien und den USA. Das deutsche Geschäft - überwiegend die Herstellung von Zeitschriften und Katalogen im Tiefdruckverfahren - wird unter dem Namen Pronovis gemeinsam mit Axel Springer betrieben.

In der Branche leiden Druckereien, die auf die hochwertige, aber aufwendige Tiefdrucktechnik spezialisiert sind, besonders unter der Konkurrenz durch Kataloge im Internet und durch das flexiblere Offsetverfahren. Offsetdruckereien betreibt BE Printers überwiegend in den USA, hat sich aber auch in Deutschland mit solchen Maschinen verstärkt.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte