Medien: Ermittler durchsuchen VW-Inspektionszentrum in Südkorea

Im VW-Abgasskandal hat die südkoreanische Staatsanwaltschaft Berichten zufolge ein Inspektionszentrum des Autobauers durchsucht. Die Ermittler hätten Computer-Festplatten und Dokumente mit Abgasdaten sichergestellt, meldete mehrere Medien in Südkorea am Freitag.

In der Prüfstelle von Volkswagen Korea im etwa 70 Kilometer südlich von Seoul gelegenen Pyeongtaek werden Autos vor ihrer Auslieferung geprüft. Vor einem Monat war die VW-Niederlassung in der Hauptstadt Seoul Ziel einer Durchsuchung gewesen.
Die Ermittler wollen laut Berichten des Senders KBS feststellen, ob in dem Inspektionszentrum Emissionswerte manipuliert wurden. Auch wird Volkswagen vorgeworfen, Anordnungen nicht befolgt und nur mangelhafte Rückrufpläne für mehr als 125.000 Diesel-Fahrzeuge eingereicht zu haben. Im Jänner hatte das Umweltministerium deswegen gegen den Geschäftsführer von Audi Volkswagen Korea, Johannes Thammer, Strafanzeige erstattet.
Nach eigenen Abgastests bei mehreren Modellen der Marken VW und Audi hatte das Ministerium im November die Auto-Rückrufe angeordnet. Volkswagen hatte Werte bei Fahrzeugen mit Dieselmotoren geschönt. Betroffen sind Autos mit Antrieben der Bauart EA189, die vor allem zwischen 2008 und 2015 verkauft wurden.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma