MediaMarktSaturn unterbricht Gespräche für Türkei-Zukauf - Kreise

Istanbul/Düsseldorf (APA/Reuters) - Europas größte Elektronikhandelskette MediaMarktSaturn hat Insidern zufolge die Gespräche über einen Einstieg beim türkischen Konkurrenten Teknosa auf Eis gelegt. Die Tochter der Elektronikhandelsholding Ceconomy ziehe damit auch Konsequenzen aus der durch den Verfall der Landeswährung Lira entstandenen wirtschaftlichen Lage, sagten mehrere Insider der Nachrichtenagentur Reuters.

Der deutsche Konzern wolle nun die Bewertung von Teknosa-Anteilen überdenken, sagte einer der Insider. Die Pläne für einen Einstieg seien aber erst einmal nur zu den Akten gelegt und könnten zu einem späteren Zeitpunkt wieder auf den Tisch kommen. Eine Ceconomy-Sprecherin wollte die Angaben nicht kommentieren, Teknosa und die Muttergesellschaft Sabanci Holding reagierten zunächst nicht auf entsprechende Anfragen.

Ceconomy-Chef Pieter Haas hatte erst Mitte August gesagt, er glaube weiter an den türkischen Markt. MediaMarkt und Saturn betreiben in Europa über 1.000 Märkte, in der Türkei sind es 69 Filialen. Haas zufolge wächst die Kette dort rasant. Wegen der wirtschaftlichen Entwicklung der Türkei überprüfe der Konzern aber, ob es Sinn mache, in dem Land weiter im bisherigen Tempo zu expandieren.

Der türkische Elektronikmarkt wird von einheimischen Ketten dominiert. Sie leiden unter der sinkenden Lira und den dadurch steigenden Preisen für Importe. Teknosa verfügt in dem Land über 207 Filialen. Die Kette schrieb im ersten Halbjahr einen Verlust.

Madrid (APA/Reuters) - Die Korrektur der Bilanz für 2017 versetzt den Aktien von Dia einen weiteren Schlag. Die Titel der hoch verschuldeten spanischen Supermarktkette fielen am Montag um mehr als 20 Prozent auf ein Rekordtief von 0,70 Euro.
 

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Spanische Supermarktkette Dia musste Bilanz 2017 korrigieren

München (APA/dpa/Reuters) - Die US-Kartellbehörde FTC hat die milliardenschwere Fusion des deutschen Industriegaseherstellers Linde mit dem US-Konkurrenten Praxair zum weltgrößten Industriegase-Konzern unter Auflagen genehmigt. Das teilte die Behörde am Montag mit.
 

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USA genehmigen Linde-Praxair-Fusion unter Auflagen

Wien (APA) - Die Wettbewerbsbehörde (BWB) will stärker gegen unfaire Geschäftspraktiken zwischen großen und kleinen Betrieben vorgehen. "Die Benachteiligung von marktschwachen Vertragspartnern kann zu Wettbewerbsverzerrungen führen", sagte BWB-Chef Theodor Thanner am Montag bei der Präsentation eines "Fairnesskatalogs für Unternehmen".
 

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BWB will schärfer gegen unfaire Geschäftspraktiken vorgehen