Media-Saturn stellt Russland-Geschäft zur Disposition - Insider

Düsseldorf/Moskau (APA/Reuters) - Die Ceconomy-Tochter Media-Saturn stellt ihr Russland-Geschäft Insidern zufolge zur Disposition. Media-Saturn prüfe Optionen für das Russland-Geschäft, darunter auch einen Verkauf, sagten mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen am Freitag. Dazu liefen Gespräche mit interessierten Parteien, darunter der vor einem Zusammenschluss stehenden russischen M.Video/Eldorado-Gruppe.

Im Gegenzug zu einer Trennung von den Märkten sei auch eine Beteiligung an der russischen Gruppe in der Diskussion. Ceconomy war laut Reuters zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen, M.Video wollte sich nicht äußern. Die Ceconomy-Aktien grenzten die Verluste ein und notierten zuletzt 0,9 Prozent im Minus.

Media-Saturn kämpft in seinem Russland-Geschäft mit Umsatzrückgängen. Die Kette betreibt dort knapp 60 Märkte. Sinkende Einkommen der Verbraucher, ein erbitterter Wettbewerb und sinkende Kurse des Rubel machen der Firma zu schaffen. Die Lage hat sich durch den angekündigten Zusammenschluss der deutlich größeren russischen Konkurrenten M.Video und Eldorado noch einmal verschärft. Beide betreiben in ihrem Heimatmarkt jeweils über 400 Geschäfte. Gemeinsam könnten sie im Einkauf niedrigere Preise durchsetzen und Media-Saturn damit verstärkt Konkurrenz machen.

Ceconomy-Chef Pieter Haas hatte bereits im Dezember Konsequenzen für den Fall angekündigt, dass sich die Marktposition in Russland nicht bessern sollte. Media-Saturn ist die wichtigste Beteiligung der Holding Ceconomy.

Rom (APA) - Nachdem die italienische Regierung fristgerecht ihren umstrittenen Haushaltentwurf der EU-Kommission vorgelegt hat, hat Premier Giuseppe Conte am Dienstag von Brüssel einen "Dialog ohne Vorurteile" über die Finanzziele gefordert. Von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker kam Dienstag Kritik an dem Haushaltsentwurf.
 

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Italien fordert von EU "Dialog ohne Vorurteile" über Haushalt

Brüssel (APA) - Die EU will ihre Vorbereitungen für den Ernstfall eines "No Deals" in den Brexit-Verhandlungen intensivieren. "Wir hoffen auf einen Brexit-Deal, aber es gibt das Risiko, dass es nicht dazu kommt", hieß es in EU-Ratskreisen am Dienstag in Luxemburg vor Beratungen des EU-Chefverhandlers Michel Barnier mit den 27 Europaministern.
 

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EU intensiviert Vorbereitungen auf "No Deal"-Brexit

Budapest (APA) - Die ungarische Regierung hat mit den Stimmen der Regierungsparteien eine Gesetzesnovelle durchgebracht, mit der die staatliche Bausparförderung abschafft wird. Das berichtete das Staatsfernsehen am Dienstag in einer Livesendung. Für die Bausparkassen, die nach Angaben der Notenbank Ende 2017 ein Bausparvolumen von knapp 800 Mrd. Forint (2,47 Mrd. Euro) verwalteten, ist das ein schwerer Schlag.
 

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Ungarn schafft hohe staatliche Bausparprämie ab