McKinsey unter Korruptionsverdacht - Südafrika fordert Millionen zurück

Johannesburg (APA/dpa) - Südafrikas Staatsanwaltschaft fordert vom US-Unternehmensberater McKinsey und einer örtlichen Unternehmensberatung die Rückzahlung von Einnahmen aus zweifelhaften Verträgen mit staatlichen Unternehmen in Höhe von 1,6 Mrd. Rand (rund 107 Mio. Euro). Es geht dabei um Verträge mit dem staatlichen Energiemonopolisten Eskom, die angeblich unter politischem Druck widerrechtlich vergeben worden waren.

McKinsey erklärte am Mittwoch, das Unternehmen sei noch nicht offiziell von der Staatsanwaltschaft informiert worden, man sei aber bereit, die Eskom-Honorare zurückzuzahlen. Die Beratungsgesellschaft weist Vorwürfe, dass dafür Schmiergeld geflossen sein soll, kategorisch zurück.

Die betroffene örtliche Unternehmensberatung Trillian ist mit der Unternehmerfamilie Gupta verbunden, die als enge Freunde von Staatspräsident Jacob Zuma gelten. Sie stehen im Zentrum eines Skandals, bei dem es um unzuverlässige Einflussnahme auf die Politik und um Korruptionsvorwürfe geht.

Der Skandal um Aufträge bei staatlichen Firmen und angebliche Provisionszahlungen an Gupta-Firmen hat auch schon andere Unternehmen eingeholt, darunter der deutsche Softwarehersteller SAP. Gegen das deutsche Unternehmen leitete daraufhin auch die US-Börsenaufsicht SEC Ermittlungen ein. SAP räumte im Oktober Fehlverhalten ein. Der Konzern beschloss Veränderungen seiner weltweiten Verkaufspraktiken und leitete Disziplinarmaßnahmen gegen drei Manager in Südafrika ein.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker