McDonald's führt Tischservice in Deutschland ein

McDonald's führt Tischservice in Deutschland ein

Frankfurt/Oak Brook (Illinois) - Schrumpfende Umsätze und weniger Kunden zwingen die Fastfoodkette McDonald's zum Umsteuern. "In den mehr als 40 Jahren hat es für die Gäste von McDonald's immer die gleiche Reise durch unsere Restaurants gegeben: am Counter bestellen, bezahlen, essen, Tablett zurückbringen. Das ändert sich", kündigte Deutschland-Chef Holger Beeck in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vom Montag an.

An den wichtigsten Standorten werde McDonald's künftig einen Tischservice anbieten, sagte Beeck. Zudem soll es mehr Bestellstationen - genannt Kiosk - geben, an denen die Kunden fernab vom Tresen bestellen und bezahlen können, um Wartezeiten zu verringern.

Auch in Österreich will sich McDonald's den Tischservice "ansehen", konkrete Pläne gebe es aber noch nicht, sagte Unternehmenssprecherin Ursula Riegler auf APA-Anfrage.

Laut Deutschland-Chef Beeck bestimmen "vier strategische Leitlinien" das neue Konzept der Kette. Es werde sich vieles im Erscheinungsbild der Restaurants ändern, das Produktangebot werde entschlackt und übersichtlicher, die Qualität verbessert und der Service schneller und effizienter. "Alles, was nicht hineinpasst, wird nicht gemacht." Beeck kündigte zudem an, dass McDonald's "in drei Jahren deutlich digitaler sein" werde - Kunden könnten sich dann zum Beispiel ein individuelles Menü zusammenstellen.

Die Lieferung nach Hause, für einige Tage beim Franchisenehmer in Osnabrück im Test, beobachte das Unternehmen "mit großem Interesse", sagte Deutschland-Chef Beeck weiter. "Damit setzen wir uns auseinander." Der "McHome" genannte Lieferservice brachte Produkte von McDonald's von 11.30 Uhr bis 22.00 Uhr, freitags und samstags auch bis 23.00 Uhr, zu den Kunden nach Hause.

In Österreich liefert McDonald's bereits im Großraum Wien seinen Kunden das Essen nach Hause. "Man wird sich ansehen, ob man weitere Landeshauptstädte dazunimmt", sagte Riegler. Auch da gebe es aber noch keine konkreten Pläne.

McDonald's hat in Deutschland knapp 1.400 Restaurants, die meisten von einem Franchisenehmer betrieben. In diesem Jahr sollen acht neue Standorte eröffnet werden. In Österreich will der Burgerbrater bis Ende 2016 alle rund 200 heimischen Restaurant umbauen.

Laut "FAZ" waren die Umsätze in den vergangenen zwei Jahren rückläufig; im Jänner und Februar dieses Jahres waren die Zahlen laut Beeck deutlich positiv. Er führte dies auch auf die neue Werbekampagne zurück. Beeck umschrieb die Lage mit den Worten: "Unsere Vorbereitung auf herausfordernde Zeiten war unzureichend, wir waren an einigen Stellen zu langsam und bequem geworden. "Fehler macht man vor allem, wenn die Geschäfte gut laufen."

Der Mutterkonzern McDonald's tauschte wegen sinkender Gewinne und Umsätze den Chef aus. Steve Easterbrook übernahm die Geschäftsführung am 1. März und löste damit Donald Thompson ab.

Bregenz (APA) - Aufgrund von anhaltender Trockenheit mit einhergehendem Futter- und Wassermangel stehen in Vorarlberg verfrühte Almabtriebe im Raum. Diese versuche man durch die Zufuhr von Wasser und Heu zu verhindern, informierte der zuständige Landesrat Christian Gantner (ÖVP) am Freitag. Eine frühzeitige Rückkehr der Tiere ins Tal könnte die Situation in der Futterversorgung eklatant verschärfen, so Gantner.
 

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Große Trockenheit: In Vorarlberg stehen verfrühte Almabtriebe im Raum

London/Brüssel (APA/dpa) - Nur eineinhalb Monate vor dem EU-Austritt der Briten ist immer noch nicht sicher, ob die Sache einigermaßen glimpflich ausgeht. Und das liegt nicht nur am Londoner Regierungschaos.
 

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Beim Brexit sitzen beide in der Zwickmühle

Wien/Schwechat/Dublin (APA) - Eine erste Anhörung vor einem Londoner Gericht im Streit zwischen Ryanair und Lufthansa um neun geleaste Laudamotion-Flieger ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Das Hauptverfahren beginnt erst im November, wie es am Freitagnachmittag von der Lufthansa zur APA hieß. Laudamotion und Ryanair gaben sich wortkarg und erklärten, das laufende Verfahren nicht kommentieren zu wollen.
 

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Gerichtsstreit um Laudamotion geht erst im November richtig los