McDonald's schwächelt weiter - Investoren hoffen auf Trendwende

McDonald's kämpft weiter mit Kundenschwund und sinkenden Erlösen. Im ersten Quartal 2015 sank der Gewinn um ein Drittel auf 811,5 Millionen Dollar. Der neue Konzernchef Steve Easterbrook, auf dem die Hoffnungen des kriselnden Burger-Giganten liegen, kündigte Maßnahmen für eine Trendwende an.

Anfang Mai will er Details eines Plans vorstellen, der die größte Schnellrestaurantkette wieder auf Kurs bringen soll. Investoren gefiel das. Die Aktie stieg zur Wochenmitte zwischenzeitlich um mehr als drei Prozent.

Dabei gab der vierteljährliche Finanzbericht kaum Anlass zur Hoffnung. Der Gewinn des Fast-Food-Riesen fiel im ersten Quartal um etwa ein Drittel zum Vorjahreszeitraum auf 811,5 Mio. Dollar (758,4 Mio. Euro). Die Verkäufe auf etablierter Ladenfläche - gemeint sind Filialen, die schon seit mehr als einem Jahr am Markt sind - gingen weltweit um 2,3 Prozent zurück. Insgesamt sank der Umsatz um elf Prozent auf 5,96 Mrd. Dollar.

Im sechzigsten Jahr nach der Konzerngründung steckt McDonald's in einer schweren Krise. Die Kunden fliehen zur Konkurrenz. Im umkämpften US-Heimatmarkt liegt "Fast Casual Dining" im Trend. Dazu zählen Ketten wie Chipotle Mexican Grill oder Panera Bread, die sich erfolgreich als gesündere Alternativen vermarkten und kaufkräftige Öko-Kundschaft anziehen. Am unteren Ende der Preisspanne machen die klassischen Rivalen wie Burger King, Wendy's oder Taco Bell Druck.

Am 4. Mai soll ein Masterplan die Wende bringen

McDonald's hat sich inzwischen eingestanden, den Geschmack vor allem der jüngeren Kunden nicht mehr zu treffen. Der neue Vorstandschef Easterbrook, der erst im März den glücklosen Don Thompson ersetzte, verspricht Verbesserungen. Das Management werde sich von nun an voll darauf konzentrieren, den veränderten Vorlieben der Verbraucher gerecht zu werden. Jetzt rückt der 4. Mai in den Fokus, dann will Easterbrook einen Plan zur Neuerfindung umreißen.

Seit seinem Amtsantritt gab es bereits einige Maßnahmen. Im besonders hart umkämpften US-Frühstücksmarkt führt der McDonald's in einzelnen Filialen testweise ein ganztägiges Angebot ein. Nach Protesten von Mitarbeitern gibt es für Tausende US-Angestellte eine Lohnerhöhung. Die Verwendung von Antibiotika-Hühnerfleisch wurde in den USA eingeschränkt. In Deutschland wird zudem mit einem Kellner-Service und in Frankreich mit Salatbars experimentiert, in Österreich mit getrennten Bestell- und Ausgabebereichen.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

Newsticker

Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

Newsticker

Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

Newsticker

Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma