Mayr-Melnhof verdiente 2015 mehr und erhöht die Dividende

Wien - Der börsennotierte Faltschachtel- und Kartonhersteller Mayr-Melnhof Karton (MMK) hat voriges Jahr mehr verdient. Operativ steigerte man das EBIT um 10,9 Prozent auf 199,9 Mio. Euro, und der Jahresüberschuss wuchs um 8,0 Prozent auf 142,1 Mio. Euro.

Die Ausschüttung, von der ein Teil (1,60 Euro/Aktie) schon als Zwischendividende ausgezahlt wurde, soll von 2,60 auf 2,80 Euro je Aktie erhöht werden.

Die Umsatzerlöse legten 2015 um 4,5 Prozent auf 2,182 Mrd. Euro zu, wie Mayr-Melnhof Karton Dienstagfrüh vor dem Bilanzpressegespräch bekannt gab. Der Anstieg resultiere im Wesentlichen aus einem Mengenzuwachs in den beiden Divisionen Karton und Packaging. Rund ein Fünftel des Zuwachses entfällt laut MMK auf die jüngste Packaging-Akquisition in Frankreich.

"Herausfordernd und durch intensiven Wettbewerb" bleibt das Geschäft für Mayr-Melnhof, heißt es im Ausblick. Hintergrund sei die schwache konjunkturelle Entwicklung im Hauptmarkt Europa. Ziel für 2016 sei aber, den langfristigen Erfolgskurs im Karton- und Faltschachtelgeschäft fortzusetzen. Wie bisher sollten organisches und akquisitives Wachstum einander ergänzen.

Ergebnisprognose könne man für 2016 wegen der Kurzfristigkeit des Geschäfts noch keine geben. Mit den Rekordergebnissen von 2015 sei aber das Anspruchsniveau für 2016 wieder weiter nach oben gelegt.

Gesteigerte Produktivität solle den Output der Anlagen weiter erhöhen und samt dem letzten Zukauf in Frankreich die Dynamik 2016 unterstützen. Maßnahmen zur Steigerung der Kosteneffizienz würden konzernweit auf breiter Basis zur Behauptung der erreichten Margen fortgeführt, wird betont.

Mit dem Schwerpunkt auf Reduktion der direkten Kosten werde man die laufende Investitionstätigkeit im bisherigen Ausmaß fortsetzen. Erweiterungen im Packaging seien 2016 vor allem in Iran, Polen und Vietnam geplant. Als Karton-Sonderinvestitionsprojekt werde heuer mit dem Ersatz des Kraftwerkes am Standort Frohnleiten in Österreich durch eine neue Gas- und Dampfturbinen-Anlage begonnen. Die Errichtung für rund 40 Mio. Euro soll bis Ende 2017 erfolgen, aber ohne Einschränkung des laufenden Betriebs.

Der Mayr-Melnhof-Konzern zählte zuletzt - im Herbst - mehr als 9.200 Mitarbeiter.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma