May: Ungeordneter Brexit wäre "kein Weltuntergang"

London/Berlin (APA/Reuters) - Die britische Premierministerin Theresa May hat Sorgen vor einem ungeordneten Austritt ihres Landes aus der Europäischen Union gedämpft. Sollte es nicht gelingen, eine Vereinbarung über die Beziehungen zur EU nach dem Brexit zu erzielen, wäre das zwar kein "Spaziergang im Park", aber auch nicht "kein Weltuntergang", sagte sie am Dienstag dem Sender Sky News zufolge vor ihrem Abflug nach Südafrika.

Sie wandte sich damit gegen Äußerungen von Finanzminister Philip Hammond, der vergangene Woche davor gewarnt hatte, dass ein ungeordneter Brexit die britischen Staatsfinanzen stark belasten dürfte. Hammond habe sich dabei auf veraltete Prognosen gestützt, sagte May. Der Finanzminister hatte erklärt, ein Brexit ohne Nachfolgeabkommen könne dazu führen, dass die Verschuldung in den kommenden 15 Jahren um etwa 80 Milliarden Pfund (88,3 Milliarden Euro) höher ausfallen könnte, weil das Wachstum geringer ausfalle.

Unterdessen hofft Irland darauf, dass Großbritannien bei den Brexit-Verhandlungen noch auf die EU zugeht. Außenminister Simon Coveney sagte am Dienstag in Berlin, er begrüße, dass die britische Regierung vor einem Monat detailliertere Vorstellungen vorgelegt habe, wie die Beziehungen zwischen EU und dem Land nach dem Brexit aussehen sollten. Damit gebe es zumindest eine Basis für weitere Gespräche. "Ich hoffe, dass die britische Regierung in der Lage sein wird, diese Position über die Zeit noch weiterzuentwickeln", sagte der Ire.

Brüssel (APA) - Österreichs Schulden sind im zweiten Quartal des Jahres auf 76,5 Prozent des BIP gesunken. Im Vergleichszeitraum 2017 waren es noch 81,0 Prozent. In der Eurozone ging der Schuldenstand im Jahresabstand von 89,2 auf 86,3 Prozent zurück. In der EU verringerte er sich von 83,4 auf 81,0 Prozent, geht aus jüngsten Daten von Eurostat vom Dienstag hervor.
 

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Österreichs Schulden auf 76,5 Prozent des BIP gesunken

Wien (APA) - In Österreich ist seit Ende 2016 die Nachfrage nach Unternehmenskrediten aufgrund der guten Konjunktur stark gestiegen. Dieser Trend habe sich zuletzt jedoch abgeschwächt und könnte bis Ende des Jahres ein Plateau erreichen. Die Entwicklung im Privatkundengeschäft verlaufe vergleichsweise moderater, schreibt die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) in einer Aussendung am Dienstag.
 

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OeNB: Nachfrage nach Unternehmenskrediten erreicht neue Höhen

Brüssel (APA) - Österreich konnte im zweiten Quartal des Jahres einen Budgetüberschuss von 1,2 Prozent des BIP einfahren. Im Vergleichszeitraum 2017 hatte es noch ein Defizit von 1,9 Prozent gegeben. Die Eurozone konnte ihr Minus im Jahresabstand von 1,4 auf 0,1 Prozent verringern. Die EU verbesserte sich von -1,5 auf -0,3 Prozent.
 

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Österreich mit 1,2 Prozent Budgetüberschuss im zweiten Quartal 2018