Markit-Umfrage - Dienstleister schieben Konjunktur in Eurozone an

Berlin (APA/Reuters) - Trotz des Zollstreits mit den USA hat die Wirtschaft der Eurozone im Juni leicht zugelegt. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - stieg um 0,8 auf 54,9 Punkte, wie das Institut IHS Markit am Mittwoch zur monatlichen Umfrage unter 5.000 Firmen mitteilte. Das Barometer hält sich klar über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern.

Allerdings zeigt sich, dass der Handelskonflikt das Wachstum in der Industrie dämpft. Hier sank das Barometer auf 54,9 Punkte, während es in der Service-Branche auf 55,2 Zähler kletterte. "Das Wachstum der Eurozone hat im Juni wieder an Dynamik gewonnen und rundet damit ein respektables zweites Quartal ab", sagte IHS-Chefökonom Chris Williamson.

Er prognostiziert wegen der Umfragedaten, dass die Wirtschaft in den 19 Euro-Ländern zwischen April und Juni um 0,5 Prozent gewachsen ist, nach 0,4 Prozent zu Jahresanfang. Die Unternehmen blicken indes so skeptisch nach vorn wie seit über eineinhalb Jahren nicht mehr. Dies zeigt laut Williamson "anlässlich sich zuspitzender Äußerungen über einen Handelskrieg die sich verstärkende Nervosität - insbesondere in der Industrie". Die Dienstleister, die meist unabhängig vom internationalen Handel seien, blickten hingegen optimistischer in die Zukunft.

Der gemeinsame Einkaufsmanagerindex für Deutschland legte um 1,4 auf 54,8 Punkte zu - auch hier sorgten die Dienstleister für Schwung, während die Industrie etwas schwächelte.

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