Marionnaud: Abschreibungen in Spanien/Italien sorgten für Megaverlust

Millionenabschreibungen in Italien und Spanien haben 2014 bei Marionnaud Österreich für einen Megaverlust von 56,5 Mio. Euro gesorgt. Marionnaud Autriche fungiert als Holdinggesellschaft für die Beteiligungen in der Schweiz, Deutschland, Italien, Spanien und Marokko. Im Vorjahr nahm das Unternehmen in Italien Abschreibungen von 25 Mio. Euro vor, in Spanien waren es 22 Mio. Euro.

Das geht aus dem kürzlich veröffentlichen Geschäftsbericht hervor, der der APA vorliegt. Die Struktur der Holdinggesellschaft sei "nicht steuerlich motiviert" gewesen, so Marionnaud-Österreich-Chef Alain Parent auf APA-Anfrage.

Doch auch operativ war die Parfümeriekette 2014 in den roten Zahlen: Der Betriebsverlust der Marionnaud Parfumeries Autriche GmbH verdoppelte sich beinahe von -2,4 auf -4,3 Mio. Euro. Die Umsatzerlöse gingen leicht von rund 90 auf etwa 89 Mio. Euro zurück. Der Rückgang sei auf das schwierige konjunkturelle Umfeld sowie die intensive Wettbewerbssituation zurückzuführen, erläutert das Management im Geschäftsbericht.

Besonders schlecht ist es um die Gesellschaften in der Schweiz sowie in Italien bestellt, die für 2014 Verluste von 2,1 bzw. 5,6 Mio. Euro ausweisen. Für sie, aber auch für die Beteiligung in Spanien, erhielt Marionnaud Österreich im Juli 2015 von seiner Konzernmutter Hutchison Whampoa einen "Letter of Support", also eine Patronatserklärung. Sie garantiert, dass Marionnaud Österreich im Falle einer Auflösung (Liquidation) dieser Gesellschaften die Investitionen von Hutchison Whampoa zurückerhält.

Zur Erklärung: Marionnaud Österreich ist eine 100-prozentige Tochter der französischen Marionnaud Parfumeries S.A.S. Diese wiederum gehört dem Mischkonzern Hutchison Whampoa mit Sitz in Hongkong. Zu dem Konzern gehört übrigens auch der in Österreich tätige Mobilfunker "3".

Das Unternehmen sieht jedenfalls keine Risiken, die den Bestand der heimischen Gesellschaft gefährden, heißt es im Geschäftsbericht. "Risiken im Hinblick auf Beteiligungen sind durch die 'Letters of Support' von Hutchison Whampoa Limited, Hongkong, Volksrepublik China, abgedeckt."

Um die Kapitalstruktur zur stärken, erhielt Marionnaud Österreich im Juli 2015 eine Geldspritze in Höhe von 50 Mio. Euro von der niederländischen Marionnaud Holding. Das Eigenkapital erhöhte sich damit auf 63 Mio. Euro.

Marionnaud ist in Österreich derzeit mit 105 Geschäften vertreten. 2014 reduzierte sich der Personalstand von 736 auf 716. Für das Geschäftsjahr 2015 waren die Eröffnung einer neuen Filiale, sechs Übersiedlungen sowie der Umbau und die Modernisierung von 10 Filialen geplant.

Wien/Graz/Zürich (APA) - Das in Zürich börsennotierte steirische Unternehmen ams AG zapft den Kapitalmarkt an. Die Hightech-Firma begibt eine 350 Mio. Dollar (knapp 293 Mio. Euro) schwere Wandelanleihe mit einer Laufzeit von fünf Jahren (bis 28. September 2022), wie das Unternehmen mit Sitz in Unterpremstätten heute, Montag, Nachmittag mitteilte.
 

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Steirische ams platziert 350 Mio. Dollar schwere Anleihe

Washington (APA/Reuters) - Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht die Weltwirtschaft trotz vieler Risiken auf einem soliden Wachstumspfad. "Nahezu ein Jahrzehnt nach Ausbruch der globalen Finanzkrise befindet sich die Weltwirtschaft auf einem Erholungskurs", sagte der Vize-Chef des Fonds, Tao Zhang, laut Redetext am Montag auf einer Veranstaltung in Cleveland.
 

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IWF sieht Weltwirtschaft auf gutem Kurs

London (APA/dpa) - Das Beratungshaus Deloitte ist das Opfer eines ausgefeilten Cyberangriffs geworden. Vertrauliche E-Mails und Daten großer Kunden seien kompromittiert worden, heißt in einem Bericht des britischen "Guardian".
 

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Beratungsgesellschaft Deloitte wurde Opfer von Cyber-Angreifern