Marinomed geht an Wiener Börse - Biotech-IPO bis zu 49,7 Mio. schwer

Wien (APA) - Das Wiener Biotech-Unternehmen Marinomed Biotech AG geht, wie schon länger erwartet, an die Wiener Börse und will dort gleich in den Prime Market. Begeben werden bis zu 400.000 neue Aktien für je 75 bis 90 Euro, womit das IPO 30 bis 36 Mio. Euro schwer ist. Zuzüglich gibt es eine Upsize-Option von 20 Prozent und darauf eine Mehrzuteilungsoption von bis zu weiteren 15 Prozent, hieß es am Freitag.

Inklusive dieser beiden Aufstockungsoptionen könnte das IPO somit 49,7 Mio. Euro schwer sein. Die Zeichnung der Jungaktien ist von Montag, 19. November, bis voraussichtlich Donnerstag, 29. November, möglich. Voraussichtlich am 29. November soll auch der endgültige Angebotspreis festgelegt und publiziert werden. Erster Handelstag an der Börse soll der 4. Dezember sein, erklärte das Unternehmen in einer Aussendung.

Weitere Details zum IPO erläutert das Management ab 11 Uhr in einer Pressekonferenz.

Marinomed Biotech ist auf die Entwicklung von Produkten im Bereich Atemwegs- und Augenerkrankungen spezialisiert, die auf patentgeschützten Technologieplattformen basieren. Der Erlös aus dem Börsegang soll vor allem für die Finanzierung einer zulassungsrelevanten Phase-III-Studie von Budesolv, von Phase-II- und Phase-III-Studien von Tacrosolv sowie für die Erweiterung der OTC-Plattform Carragelose verwendet werden, heißt es. Carragelose dient zur Behandlung viraler Infektionen der Atemwege und kommt in Nasensprays, Rechensprays, Pastillen zur Anwendung. Marinosolv soll die Wirksamkeit schwer löslicher Wirkstoffe zur Behandlung sensibler Organe wie Augen und Nase erhöhen. 2017 setzte Marinomed knapp 5 Mio. Euro um.

Die schon börsegelisteten Wandelschuldverschreibungen von Marinomed sollen voraussichtlich ab 4. Dezember in neue Aktien des Unternehmens gewandelt werden können. Die 2-wöchige Wandlungsfrist soll bis 18. Dezember laufen. Begleitet wird der Börsegang von der Erste Group.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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