Mariahilfer Straße nach Umbau mit mehr Frequenz und weniger Kaufkraft

Wien - Seit Ende Juli ist der viel debattierte Umbau der Wiener Mariahilfer Straße in eine Fußgänger- bzw. Begegnungszone abgeschlossen. Die Änderung ist auch an den Händlern auf der Shoppingmeile nicht spurlos vorbei gegangen: "Wir haben zum Teil mehr Frequenz und weniger Kaufkraft", berichtete der Obmann der Wirtschaftskammer-Sparte Handel, Rainer Trefelik. Das heiße: Es wird weniger teuer gekauft.

Es würden nun jüngere Kunden auf der Mariahilfer Straße unterwegs sein. Und deren Kaufverhalten werde wohl auch Auswirkungen auf das Angebot haben: "Es dreht sich das Segment", analysierte Trefelik. Das veranschaulichte er anhand eines Beispiels: "Wenn ich die teure Tasche nicht verkaufen kann, sondern mehr aus dem billigeren Genre, dann muss ich mich drauf einstellen."

Der Umsatzrückgang werde aber auch dadurch verursacht, dass schwer transportable Gegenstände nun weniger häufig gekauft würden. Wobei Trefelik versicherte, dass die Hauptstraße, sprich die Mariahilfer Straße, funktioniere. Anders ist dagegen das Bild abseits davon: In den Nebenstraßen gebe es "massive Umsatzrückgänge": "Die zahlen den Preis." Auch die Garagen seien massiv weniger ausgelastet.

Schon weitaus mehr Probleme sieht der Interessenvertreter in den "Keilerorganisationen", deren Mitglieder auf der Mariahilfer Straße unterwegs sind. Wenn sich dauernd Keiler vor den Passanten aufbauen, "dann wird das Shoppingerlebnis ein bisschen grenzwertig". Sein Ziel ist es, dies in "geordnete Bahnen" zu lenken und verwies dabei auf bereits bestehende Regelungen für Straßenmusiker.

Außerdem wünscht sich Trefelik, dass die Mariahilfer Straße "aus der Diskussion" genommen wird: "Das Gerede hat der Straße nur geschadet. Das war unsinnig." Denn es sei das Schlechteste für ein Einkaufsgebiet, wenn es in ständiger Diskussion sei. Er forderte: "Lernen wir, was in diesem Prozess suboptimal verlaufen ist."

Als Problem betrachtet der Handelsobmann außerdem die zahlreichen Veranstaltungen auf dem Ring, für die die Straße auch gesperrt werden muss. Bisher habe es in diesem Jahr bereits 81 Ringsperren gegeben: "Das ist too much", kritisierte Trefelik. Hunderte Lieferanten, Kunden und Geschäftsleute seien dadurch zu Umwegen gezwungen worden und Betriebe hätten Umsatzrückgänge von bis zu 50 Prozent an solchen Tagen gemeldet.

Auch aus diesem Grund hat die Wiener Wirtschaftskammer ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben, das sich mit der Frage beschäftigte: Was ist eine Demonstration und was ist eine Veranstaltung? Das Gutachten komme zum Schluss, dass es durchaus eine Interessenabwägung geben könne, so Trefelik. Eine stärkere Trennung von Demonstration und Veranstaltung seitens der Behörde wäre möglich.

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Lufthansa kann nach Einschätzung eines Experten noch in diesem Jahr mit der Genehmigung der EU-Kommission für den Kauf eines großen Teils der insolventen Air Berlin rechnen - aber nur unter harten Bedingungen. "Es wird Auflagen geben, die noch über die Abgabe von Slots hinausgehen dürften", erklärte Luftfahrtexperte Ulrich Schulte-Strathaus am Dienstag bei einer Branchenkonferenz in Frankfurt.
 

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Lufthansa muss mit harten EU-Auflagen rechnen

Dallas (Texas)/New York (APA/Reuters) - Der US-Telekomkonzern AT&T will nach dem Einspruch der US-Regierung die geplante milliardenschwere Übernahme des Medienkonzerns Time Warner vor Gericht durchboxen. AT&Ts Prozessanwalt Dan Petrocelli sagte dem Sender CNBC am Dienstag, dass das Fusionsvorhaben keine Bedrohung für die Verbraucher darstelle. Die Klage des Justizministeriums sei deshalb "töricht".
 

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AT&T-Anwalt will für Time-Warner-Kauf vor Gericht ziehen

Wien/Wels (APA) - Der oberösterreichische Industrielle Stefan Pierer hat über ihm nahestehende Gesellschaften seinen Anteil an der KTM Industries AG weiter aufgestockt. Die Pierer Industrie AG habe von Organen der KTM Industries AG sowie von der Gesellschaft nahestehenden Personen insgesamt 12,2 Mio. Aktien zu je 4,80 Euro/Aktie erworben. Das entspreche rund 5,42 Prozent des Grundkapitals.
 

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Pierer stockt bei KTM Industries auf