Malaysische Korruptionsaffäre erfasst Schweizer Tochter von JPMorgan

New York/Zürich (APA/Reuters) - Die Schweizer Tochter der US-Großbank JPMorgan ist in den Sog der Korruptionsaffäre um den malaysischen Staatsfonds 1MDB geraten. Die Schweizer Finanzmarktaufsicht Finma habe diesbezüglich ein Verfahren gegen das Institut geführt und dabei "schwerwiegende Mängel in der Geldwäschereibekämpfung" festgestellt, teilte die Finma am Donnerstag mit. Strafmaßnahmen habe die Behörde jedoch nicht verhängt.

Eine Sprecherin von JPMorgan erklärte, die Untersuchung der Aufseher beziehe sich auf Vorfälle vor einigen Jahren. "Wir haben seitdem unsere internen Trainings verstärkt, Personal aufgebaut und unsere Kontrollen deutlich verbessert."

Bei dem Fonds 1MDB waren Milliardenbeträge verschwunden oder auf ausländische Bankkonten mit unbekannten Eigentümern abgeflossen. Die Ermittlungen halten die Behörden rund um den Globus auf Trab.

Die Schweiz-Tochter von JPMorgan ist nicht die erste Bank in dem Land, die in den Strudel der Affäre verstrickt ist: Die Privatbank BSI musste deshalb ihre Pforten schließen und wurde von der Konkurrentin EFG International übernommen. Die Großbanken UBS und Credit Suisse hatte die Finma gerügt. Insgesamt hatte sie sieben Verfahren zu 1MDB eröffnet; eines davon laufe noch, erklärte die Behörde.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte