Malaysische Korruptionsaffäre erfasst Schweizer Tochter von JPMorgan

New York/Zürich (APA/Reuters) - Die Schweizer Tochter der US-Großbank JPMorgan ist in den Sog der Korruptionsaffäre um den malaysischen Staatsfonds 1MDB geraten. Die Schweizer Finanzmarktaufsicht Finma habe diesbezüglich ein Verfahren gegen das Institut geführt und dabei "schwerwiegende Mängel in der Geldwäschereibekämpfung" festgestellt, teilte die Finma am Donnerstag mit. Strafmaßnahmen habe die Behörde jedoch nicht verhängt.

Eine Sprecherin von JPMorgan erklärte, die Untersuchung der Aufseher beziehe sich auf Vorfälle vor einigen Jahren. "Wir haben seitdem unsere internen Trainings verstärkt, Personal aufgebaut und unsere Kontrollen deutlich verbessert."

Bei dem Fonds 1MDB waren Milliardenbeträge verschwunden oder auf ausländische Bankkonten mit unbekannten Eigentümern abgeflossen. Die Ermittlungen halten die Behörden rund um den Globus auf Trab.

Die Schweiz-Tochter von JPMorgan ist nicht die erste Bank in dem Land, die in den Strudel der Affäre verstrickt ist: Die Privatbank BSI musste deshalb ihre Pforten schließen und wurde von der Konkurrentin EFG International übernommen. Die Großbanken UBS und Credit Suisse hatte die Finma gerügt. Insgesamt hatte sie sieben Verfahren zu 1MDB eröffnet; eines davon laufe noch, erklärte die Behörde.

Wien (APA) - Bernhard Sagmeister, Geschäftsführer der staatlichen Förderbank aws (Austria Wirtschaftsservice), ist als Präsident des Europäischen Verbands der Garantieinstitutionen wiedergewählt worden. Sagmeister leitet damit auch die kommenden drei Jahre die European Association of Guarantee Institutions (AECM), teilte aws am Montag mit. Die AECM hat 47 Mitgliedsinstitutionen aus 28 Ländern.
 

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aws-Chef Sagmeister bleibt Präsident von europäischem Branchenverband

Wien (APA) - Peter Kolba, 26 Jahre lang Chefjurist des Vereins für Konsumenteninformation (VKI), widmet sich nach seinem Kurzzeitausflug in die Politik wieder dem Verbraucherschutz. Am Montag gründete er den "Verbraucherschutzverein". Er sucht dafür jetzt Mitglieder und Financiers.
 

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Ex-Liste-Pilz-Mandatar Peter Kolba ist wieder Verbraucherschützer

Wien (APA) - Die Wiener Mietervereinigung warnt vor regelmäßigen Einkommensüberprüfungen im geförderten Wohnbau. Die im Programm der Bundesregierung ankündigte Maßnahme würde zu einer Gettoisierung führen, zeigte sich Vorsitzende Elke Hanel-Torsch bei einer Pressekonferenz am Montag überzeugt. Aus diesem Grund habe die Organisation eine Petition gegen den "Gehalts-Striptease" gestartet.
 

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Wiener Mietervereinigung warnt vor Gehalts-Checks im sozialen Wohnbau