Malaysia Airlines verabschiedet sich mit Verlust von der Börse

Kuala Lumpur - Das mysteriöse Verschwinden eines Passagierflugzeugs in Asien und der Absturz einer Maschine über dem Kriegsgebiet in der Ukraine drückt Malaysia Airlines immer tiefer in die roten Zahlen. Wegen weiter sinkender Passagierzahlen wies die kriselnde Fluggesellschaft am Freitag den höchsten Quartalsverlust seit Ende 2011 aus.

Netto weitete sich der Fehlbetrag im dritten Quartal auf umgerechnet etwa 137 Mio. Euro von knapp 90 Mio. Euro vor einem Jahr aus. Es war die letzte Bilanzvorlage vor dem Abschied von der Börse am Jahresende. Der malaysische Staatsfonds Khazanah Nasional Bhd, der Mehrheitsaktionär ist, will das Unternehmen abseits der Marktturbulenzen sanieren.

Die Airline geriet massiv in die Schieflage, nachdem im März zunächst eine Boeing 777 unter ungeklärten Umständen auf einem Flug von Kuala Lumpur nach Peking verschwand und dann im Juli eine Maschine desselben Typs über der Ost-Ukraine abstürzte. Das ukrainische Militär und die prorussischen Separatisten werfen sich gegenseitig vor, das Flugzeug abgeschossen zu haben. Doch auch vorher lief es schon nicht rund für Malaysia Airlines, die auch unter der wachsenden Konkurrenz durch Billigflieger leidet. Der Fluggesellschaft will mit einem Schrumpf- und Sparkurs gegensteuern.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne