Mailand reicht Rekurs bei EuGH für EU-Arzneimittelbehörde ein

Rom (APA) - Nach der Niederlage Mailands im Duell gegen Amsterdam um den neuen Sitz der EU-Arzneimittelbehörde EMA im vergangenen November träumt die italienische Regierung von einer Revanche. Das Kabinett in Rom plant die Einreichung eines Rekurses beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) gegen die Verlosung, mit der sich Amsterdam gegen Mailand im Duell um den EMA-Sitz behaupten konnte.

Der Beschluss des Rekurses wurde gefasst, nachdem EMA-Direktor, Guido Rasi, in einer Pressekonferenz am Montag beklagt hatte, dass das Gebäude, in dem die EMA nach Brexit einziehen soll, noch nicht fertig sei. Die von den niederländischen Behörden vorgeschlagene Lösung sei "nicht optimal", kritisierte Rasi laut Medienangaben. Der angebotene Sitz sei fast um die Hälfte kleiner als jener in London. Die Behörden in Amsterdam erwiderten, dass die vorübergehende Lösung angemessen sei. Die Schwierigkeiten in der Startphase sollen auf Minimum reduziert werden.

In ihrem Rekurs beim EuGH will die italienische Regierung hervorheben, dass Mailand einen bereits definitiven Sitz für die EMA-Agentur, das Pirelli-Hochhaus, zur Verfügung stellen könne. Das Gebäude sei in den ersten Jahren kostenlos und sei um 8.000 Quadratmeter größer als der heutige EMA-Sitz in London.

"Amsterdam hat den Sitz noch nicht fertig, dann kann die EMA-Agentur schon nach Mailand kommen", erklärte der Präsident der Region Lombardei Roberto Maroni. Die italienische Gesundheitsministerin Beatrice Lorenzin meinte, mit dem Thema sollte sich die EU-Kommission befassen.

Aufgabe der 1995 gegründeten EMA ist der Schutz der Gesundheit von Menschen und Tieren durch Bewertung und Überwachung von Medikamenten. Zur "Sicherstellung, dass alle auf dem europäischen Markt erhältlichen Medikamente sicher, wirksam und von hoher Qualität sind" schaut die Agentur darauf, dass die nationalen Arzneimittel-Regulierungsbehörden der 28 Mitgliedstaaten ihre Arbeit besser untereinander abstimmen. Die EMA ist ferner zuständig für Medikamente, die speziell für Kinder oder gegen seltene Krankheiten entwickelt wurden, sowie für pflanzliche Mittel.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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