Mahrer und Karas sehen Bildung als Schlüssel zur Wettbewerbsfähigkeit

Wien - Staatssekretär Harald Mahrer und EU-Abg. Othmar Karas sehen mehr Investitionen in Bildung und Forschung als Schlüssel zur Wettbewerbsfähigkeit. Österreich müsse hier mehr Initiativen setzen, denn man sei vom Export abhängig, sagte Mahrer bei einer Veranstaltung der Plattform Agenda Austria 2020. Karas ergänzte, nicht nur Österreich, auch ganz Europa müsse hier mehr Kompetenzen schaffen.

Österreich werde immer mehr auf die Innovationskraft seiner Wirtschaft setzen müssen, sagte Mahrer (ÖVP) am Montag bei der Veranstaltung mit dem Titel "Wirtschaft und Staat in Zeiten knapper Budgets". Denn: "Wir sind abhängig vom Export, wir müssen auf Wettbewerbsfähigkeit schauen." Nur mit mehr Initiativen in den Bereichen Bildung, Forschung und Wissenschaft könnten Wachstum und damit auch positive Folgen am Markt bewirken. Er verwies auch auf den Wettbewerb Europas - nicht nur mit den USA - sondern mit China. Dort entstehe ein riesiger Binnenmarkt. Auch Europa brauche einen einheitlichen Binnenmarkt, "damit die Unternehmen nicht in die USA oder nach Asien gehen, sondern in Europa bleiben".

Auch Karas betonte die Notwendigkeit einer Stärkung der Innovationskraft: Ohne Bildung werde es "keine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit" geben, sagte er. Österreich sei aus den Top-20 der wettbewerbsfähigsten Länder (von insgesamt 144) auf Platz 21 abgerutscht. Auch das Wachstum des Bruttoinlandproduktes sei in der Vergangenheit größer gewesen als heute. "Wir haben einen Reformbedarf bei der Wettbewerbsfähigkeit". Denn Österreich - aber auch die EU als Ganzes - habe, global betrachtet, eine "Investitionsdelle". Wenn Europa ein gemeinsamer Binnenmarkt werden und international wettbewerbsfähig werden wolle, dann müsse man europaweit mehr in Bildung und Forschung investieren.

Österreich solle sich in diesem Sektor neue Ziele setzen, sagte Karas: Eine Strategie müsse sein, sich zu fragen, in welchen Bildungseinheiten Österreich die Nummer 1 als Bildungsstandort in Europa werden wolle - und wo "global Champion Nummer 1 in der Welt". Der EU-Mandatar verwies auch darauf, dass die Rolle Österreichs als Exportland eng mit der Europäischen Union zusammenhänge: "70 Prozent des Außenhandels geht in die EU und nicht außerhalb", so Karas - und: "Fünf von zehn Euro erwirtschaften wir außerhalb Österreichs, aber innerhalb der EU." Daher müsse Österreich die europäische Gemeinschaft stärken - "und in dieser eine starke Rolle spielen, dann ist allen genützt".

Der Fraktionsführer der ÖVP sprach auch die Debatte um Steuereinnahmen sowie die anstehenden Verhandlungen zum innerösterreichischen Finanzausgleich an: Man sollte viel intensiver darüber reden, was die Aufgaben eines "modernen effizienten, leistungsfähigen und selbstbewussten Staates" sind. "Nur wenn wir im Detail darüber reden, was die Aufgabe des Staates ist, dann können wir darüber reden, welche Einnahmen braucht der Staat", sagte er. Derzeit würde diese Debatte nur "additiv" geführt: "Alles muss bleiben und noch was dazukommen", das überfordere den Staat und den Steuerzahler. Grundlage jeder Reformdebatte müsse eine Effizienzdebatte und eine Aufgabendebatte sein, so Karas. Auch Parallelausgaben von Bund, Ländern und Gemeinden müssten hinterfragt werden.

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

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Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

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Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

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Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen