Magna verdient mehr trotz Umsatzminus

Die Erlöse und der Gewinn wurden bei Magna durch die Wechselkurse gebremst. In Österreich konnte Magna Steyr bis März rund 27.000 Fahrzeuge fertigen, fast ein Viertel weniger als im Vorjahresquartal.

Wien/Graz/Aurora (Ontario). Im ersten Geschäftsquartal hat Magna trotz Umsatzrückgangs mehr verdient und lässt seinen Gesamtjahresausblick nach einer Senkung im Jänner nun unverändert. Umsatz und Ergebnis litten unter den Wechselkursen. Am Standort Graz in der Steiermark, wo die Tochter Magna Steyr ganze Fahrzeuge für Konzerne wie BMW oder Mercedes zusammenbaut, sanken Stückzahl und Umsatz.

Die Zahl der Fahrzeuge in Graz sank im Jahresabstand um 23 Prozent auf rund 27.000 Einheiten, gab Magna International am Donnerstag in Aurora (Kanada) bekannt. Die damit erzielten Erlöse verringerten sich um 28 Prozent auf 584 Mio. Dollar (520 Mio. Euro), nach 813 Mio. Dollar im Vorjahr. 127 Mio. Dollar Rückgang waren der Änderung der Euro-Dollar-Relation zuzuschreiben.

Fürs Gesamtjahr 2015 peilt Magna in Graz 2,1 bis 2,4 Mrd. Dollar Umsatz mit der Auftragsfertigung ganzer Autos (Complete Vehicle Assembly) an. Das ist kaum weniger als die Mitte Jänner im letzten Outlook genannten 2,2 bis 2,5 Mrd. Dollar - aber, wie schon avisiert, ein deutlicher Rückgang gegenüber 2014: Im Vorjahr wurden bei Magna Steyr 3,07 Mrd. Dollar umgesetzt, die Produktion sank um 8 Prozent auf 135.000 Fahrzeuge. Für die Geländewagen der G-Klasse von Mercedes Benz im Grazer Werk wurde der Fertigungsvertrag im Herbst bis zum Jahr 2022 verlängert.

Der gesamte Magna-Konzernumsatz schrumpfte heuer im ersten Quartal um 7 Prozent auf 8,330 Mrd. Dollar (7,42 Mrd. Euro), nach 8,961 Mrd. Dollar im gleichen Vorjahreszeitraum. Jedoch seien die Erlöse durch Wechselkurseffekte um 880 Mio. Dollar reduziert worden, erklärte Magna. Das bereinigte EBIT wuchs von 605 auf 642 Mio. Dollar, das Vorsteuerergebnis legte von 581 auf 631 Mio. Dollar zu. Der Magna International Inc. zufallende Nettogewinn stieg von 393 auf 465 Mio. Dollar.

Seine Umsatzziele für 2015 ließ der Magna-Konzern nun - nach der Abwärts-Revision Mitte Jänner - unverändert. Insgesamt peilt man weltweit Erlöse von 30,8 bis 32,5 Mrd. Dollar an, praktisch ebenso viel wie zuletzt erwartet, jedoch bereits vermindert um die rund 2,4 Mrd. Dollar Umsatz des zum Verkauf gestellten Innenausstatters Grupo Antolin.

Von den Erlösen sollen 6,9 bis 7,3 Mrd. Dollar auf Nordamerika, 1,7 bis 1,9 Mrd. Dollar (ohne Magna) auf Europa und 0,6 bis 0,7 Mrd. Dollar auf Asien entfallen, in Summe 26,4 bis 27,7 Mrd. Dollar aus Production Sales. Samt Graz ergeben sich dann die 30,8 bis 32,5 Mrd. Dollar.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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