Macron will Privilegien bei der Staatsbahn kippen

Paris (APA/AFP) - Frankreichs Präsident Emmanuel Macron geht mit einem weiteren Reformprojekt auf Konfrontationskurs zu den Gewerkschaften: Seine Regierung will die Privilegien bei der Staatsbahn SNCF abschaffen und dafür auf Verordnungen zurückgreifen, wie Premierminister Edouard Philippe am Montag in Paris ankündigte. Eine Privatisierung des Konzerns ist vorerst aber nicht geplant.

Kern der Reform ist die Abschaffung des beamtenähnlichen Status der Bahnbeschäftigten. Er macht betriebsbedingte Kündigungen unmöglich und garantiert eine Vorzugspension, unter der Lokführer im Schnitt bereits mit 54 Jahren in Ruhestand gehen. Dieser Status aus dem Jahr 1950 soll nach Angaben des Premiers künftig bei Neueinstellungen entfallen. Die Mitarbeiter der SNCF würden dann "von denselben Arbeitsbedingungen profitieren wie alle Franzosen", sagte er.

Philippe nannte den Reformstau bei der Bahn "alarmierend, um nicht zu sagen unhaltbar". Der Konzern ist zuletzt auch durch Verspätungen und Pannen ins Gerede gekommen. Die größte Gewerkschaft CGT hat die Bahnmitarbeiter für den 22. März zu landesweiten Demonstrationen gegen die Regierungspläne aufgerufen.

Die Bahnreform gilt als eine der konfliktreichsten der Macron-Regierung. Im vergangenen Herbst hatte der Präsident bereits die Arbeitsrechtsnovelle per Verordnung durchgesetzt. Heuer hat er zudem eine Neuordnung der Arbeitslosenversicherung und des Bildungssystems in Angriff genommen.

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Europäische Zentralbank (EZB) erwartet frühestens in rund einem Jahr die nächste Zinserhöhung. Der Leitzins liegt derzeit auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent und soll nach den Worten von EZB-Präsident Mario Draghi noch "über den Sommer" 2019 hinaus auf diesem Niveau bleiben.
 

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Draghi: EZB-Zinsen bleiben über Sommer 2019 hinaus auf Rekordtief

München (APA/Reuters) - Siemens baut in der angeschlagenen Kraftwerks-Sparte in Deutschland 500 Arbeitsplätze weniger ab als geplant. Das ist das Ergebnis der monatelangen Verhandlungen mit der IG Metall und dem Betriebsrat, wie der Münchner Industriekonzern am Montag verkündete.
 

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Siemens baut in Deutschland 2.900 Stellen ab

Berlin/Palo Alto (Kalifornien) (APA/dpa) - Industrie-Unternehmen in Europa haben die Bedeutung Künstlicher Intelligenz als einen maßgeblichen Schlüssel-Faktor für ihren künftigen Erfolg erkannt. Im Schnitt erwarten die Unternehmen dadurch Umsatzzuwächse von 11,6 Prozent bis 2030, geht aus einer Studie hervor, die von Hewlett Packard Enterprise (HPE) und den Ausrichtern der Konferenz Industry of Things World in Berlin durchgeführt wurde.
 

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Studie: Industrie sieht Künstliche Intelligenz als Schlüssel-Faktor