Macron fordert von Trump dauerhafte Rücknahme von Strafzöllen

Washington/Paris (APA/AFP) - Vor seinem Staatsbesuch in den USA hat der französische Präsident Emmanuel Macron eine dauerhafte Rücknahme der Strafzölle für Stahl und Aluminium aus der EU verlangt. "Man führt keinen Handelskrieg gegen seine Verbündeten", so Macron in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview mit dem US-Fernsehsender Fox News. Er hoffe, dass Präsident Donald Trump die Zölle gegen die EU dauerhaft zurücknehme.

Die EU ist von den US-Zöllen zwar vorläufig befreit, doch gilt diese Ausnahmeregelung nur bis zum 1. Mai. Macron warnte Trump davor, sich in zu viele Konflikte zu verstricken: "Wenn man gegen jeden Krieg führt, einen Handelskrieg gegen China, einen Handelskrieg gegen Europa, Krieg in Syrien, Krieg gegen den Iran - komm schon, das funktioniert doch nicht." Macron erinnerte Trump: "Wir sind die Verbündeten."

Macron appellierte in dem auf Englisch geführten TV-Interview zudem an Trump, auf den angedrohten Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran zu verzichten. Er kenne keinen Plan B für den Umgang mit Irans Atomambitionen, sagte Macron. Solange es keine bessere Alternative gebe, müssten auch die USA an dem Abkommen festhalten, um eine Rückkehr des Iran zu seinem Atomprogramm zu verhindern.

Macron machte klar, dass er die Sorge der US-Regierung über das iranische Raketenprogramm teilt: "Ich bin nicht zufrieden mit der Situation." Durch eine Aufkündigung des Atomabkommens lasse sich das Problem mit Irans Raketen aber auch nicht lösen, argumentierte er.

Macron trifft am Montag zu einem dreitägigen Staatsbesuch in den USA ein. Zum Auftakt gibt es ein als "privat" deklariertes Abendessen mit Trump und den beiden Ehefrauen. Es findet in Mount Vernon statt, dem Landsitz des ersten US-Präsidenten George Washington.

Am Dienstag konferieren Macron und Trump im Weißen Haus, am Mittwoch hält der französische Gast eine Rede vor dem US-Kongress. Zentrale Themen dürften die Spannungen mit Russland, die Lage in Syrien nach den gemeinsam von den USA, Frankreich und Großbritannien geführten Luftangriffen sowie das Atom-Abkommen mit dem Iran sein. Am Freitag bekommt Trump dann Besuch von der deutschen Kanzlerin Angela Merkel.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte