Maas verteidigt Vorschlag für unabhängiges Europa-Zahlungssystem

Wien (APA/AFP) - Trotz Bedenken der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Außenminister Heiko Maas (SPD) seinen Vorschlag für den Aufbau eines von den USA unabhängigen europäischen Zahlungssystems verteidigt. "Ich glaube, dass wir darüber reden müssen, denn ansonsten werden die Chinesen ein solches Zahlungssystem auf den Weg bringen", sagte Maas am Freitag beim Treffen mit seinen EU-Kollegen in Wien.

"Und ich glaube nicht, dass das dem europäischen Interesse entspricht." Maas hatte das Zahlungssystem vergangene Woche als Teil einer neuen Strategie gegenüber den USA unter Präsident Donald Trump vorgeschlagen. Sie fordert, dass Deutschland ein "Gegengewicht" zu den USA bildet, "wo rote Linien überschritten werden". Angesichts von Trumps Kurs sei es "höchste Zeit, unsere Partnerschaft neu zu vermessen", forderte Maas im "Handelsblatt".

Merkel hatte zu dem Vorschlag eines von den USA unabhängigen Zahlungssystems gesagt, dass es im Umgang etwa mit dem Iran aufgrund der weit gefassten US-Sanktionen nach dem Ausstieg Washingtons aus dem Atomabkommen tatsächlich Probleme gebe. Doch sei "gerade bei Fragen der Terrorismusfinanzierung" eine "enge Partnerschaft mit den Vereinigten Staaten" erforderlich.

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

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Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

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Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

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Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen