"Luxleaks" - Umstrittene Steuerschlupflöcher für Konzerne

Luxemburg - Bei den "Luxleaks"-Enthüllungen von 2012 und 2014 geht es um zweifelhafte Steuerabsprachen mit 340 Unternehmen in Luxemburg. Bei diesen "Tax Rulings" informieren Behörden Firmen im Voraus über die zu erwartende Steuerlast. Dadurch wurden Gewinne innerhalb der gleichen Gruppe von einem Unternehmen zum anderen verlagert.

Im Ergebnis zahlten die Konzerne statt des Regelsteuersatzes von 29 Prozent fast gar keine Steuern auf erzielte Gewinne. Luxemburg lockte mehrere Unternehmen mit entsprechenden Steuerzusagen ins Land.

Nach der Veröffentlichung der "Luxleaks"-Dokumente verstärkte die EU ihre Bemühungen um ein Ende des Steuerwettbewerbs zwischen den EU-Regierungen. Die EU-Finanzminister verständigten sich 2015 in Luxemburg auf ein neues Gesetz, das einen Austausch sogenannter Steuer-Vorbescheide für Unternehmen ermöglicht. EU-Kommissar Pierre Moscovici will laut eines Gesetzesentwurfs zudem vorschlagen, die steuerliche Absetzbarkeit von Zinszahlungen innerhalb einer Unternehmensgruppe zu begrenzen.

Paris (APA/AFP) - Der Möbelhersteller Roche Bobois geht an die Börse. Das französische Familienunternehmen hofft an der Mehrländerbörse Euronext auf einen Erlös von rund 22 Millionen Euro, wie es am Montag in Paris mitteilte. Die 1960 gegründete Roche-Bobois-Gruppe stellt hochwertige Möbel her und ist in 54 Ländern vertreten.
 

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Französischer Möbelhersteller Roche Bobois geht an die Börse

Wien (APA) - Die Telekomregulierungsbehörde RTR hat Österreichs Kommunikationsinfrastruktur auf Risiken untersucht und dabei 487 Gefahren aufgelistet, wie aus einem am Montag veröffentlichten Bericht hervorgeht. Dabei geht es neben Ausfällen unter anderem um Cyberangriffe, Spionage und Katastrophen. Involviert waren Telekomfirmen, Internetserviceprovider, Verkehrs- und Innenministerium sowie das Kanzleramt.
 

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Telekombehörde RTR unterzog Netzinfrastruktur Stresstest

München (APA/Reuters) - Das Übernahmeangebot aus China für den bayerischen Autozulieferer Grammer läuft. Die Aktionäre haben seit Montag vier Wochen (bis 23. Juli) Zeit, das Offert der Familie Wang anzunehmen, die den deutlich kleineren chinesischen Grammer-Partner Ningbo Jifeng kontrolliert, wie der Bieter mitteilte. Die Familie, die bereits gut 25 Prozent an Grammer hält, bietet wie angekündigt 60 Euro je Aktie.
 

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Übernahmeangebot für Autozulieferer Grammer läuft bis 23. Juli