Luxemburg: EU auf Wechsel der Weltordnung durch Trump unvorbereitet

Brüssel (APA) - Die Europäische Union war nach Worten des luxemburgischen Außen- und Handelsministers Jean Asselborn auf den Wechsel der Weltordnung durch US-Präsident Donald Trump nicht vorbereitet. "Jetzt sind wir in einem komplett neuen Film", sagte Asselborn am Dienstag vor Beratungen der EU-Handelsminister in Brüssel.

Es sei wichtig, dass Europa für den freien Handel kämpfe, aber noch wichtiger sei das Eintreten für die eigene Sicherheit, betonte der luxemburgische Minister. "Ich hoffe, dass das irgendwann einmal auch unseren Freunden in Amerika in den Kopf geht, auch wenn es schwierig ist, dass wir nicht so weit weg sind vom Iran, dass wir nicht wollen, dass der Iran eine Atombombe baut. Das ist unser Anliegen. Alles andere ist Nebensache."

Asselborn rechnet offenbar nicht mehr mit einer Ausnahme der Europäer von US-Strafzöllen auf Stahl und Aluminium. "Wo wir landen, weiß ich nicht. Ich glaube, am 1. Juni werden wir eine Verklemmung mehr haben." Die EU werde noch einmal auf die USA zugehen, "und ihnen sagen, dass sie einen kapitalen Fehler machen, den Welthandel auf den Kopf zu stellen".

Freihandel und Achtung vor der Welthandelsorganisation (WTO) könne nicht nur im Interesse Europas sein. Asselborn beklagte, die USA wollten aus Washington die Bedingungen diktieren. "Das geht einem unheimlich auf den Ticker. Wir haben das nicht nötig." Es gebe aber in der EU kaum große Firmen, die nicht auch Handel mit den USA machen. "Herr Trump ist auf einem Irrweg."

Asselborn räumte auch seine Verzweiflung angesichts der Situation ein. "Wir können ja nicht den Krieg erklären. Man kann vieles im Leben forcieren, aber die Vernunft forcieren, das ist schwierig."

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro