Lux-Leaks - Luxemburgs Finanzminister ortet Umdenken bei Unternehmen

Wien - Im Gefolge der "Lux-Leaks"-Affäre über Steuervermeidungs-Lösungen für Großkonzerne sieht Luxemburgs Finanzminister Pierre Gramegna ein Umdenken bei Firmen. Die Welt habe sich sehr schnell verändert, und es gebe eine Dynamik, bei der "Unternehmen uns auch sagen, wir wollen Steuern zahlen", da "eine gewisse Fairness in Sachen Steuern unabdingbar" sei, so Gramegna am Mittwoch im ORF-Radio.

"Wir haben hier einen Mentalitätenwechsel, den wir als Luxemburger und als Europäer begleiten müssen und begleiten wollen", meinte der Luxemburger Minister in einem Interview im Ö1-"Mittagsjournal". In den nächsten Monaten werde man "Kurzfristiges und Mittelfristiges" erreichen können, meinte Gramegna, angesprochen auf das Thema Steuerharmonisierung, etwa eine gemeinsame Bemessungsgrundlage für Unternehmenssteuern in der EU. "Ich denke da ganz bestimmt an die Initiative automatischer Austausch über Holdings in der EU", so Gramegna.

Zur "Lux-Leaks"-Affäre - wo auch die Rede war von illegaler Beihilfe bzw. Wettbewerbsverzerrung - habe man darauf hingewiesen, dass es "Rulings" fast in allen europäischen Ländern gibt. Zudem hätten die Regelungen auch schon vor "Lux-Leaks" Transparenz geschaffen. "Und wir werden auch in unserer Präsidentschaft dafür sorgen, dass die Resultate der OECD auch in die EU einfließen, damit wir es fertig bringen, dass wir ein modernisiertes Fiskalsystem haben", so der Luxemburger Finanzminister.

Schon öfters habe er in den letzten Monaten gesagt, "dass Luxemburg sich nicht entgegensetzt, dass Europa die Rolle eines Pioniers spielt. Das werden wir in der Direktive zum automatischen Austausch von 'rulings' ja tun", so Gramegna. "Wir werden das vor all den anderen tun. Wir brauchen eine gemeinsame Spielweise, das will ja die OECD herbeiführen. Wir müssen dafür sorgen, dass die Europäische Union ein Schrittmacher ist - aber parallel die anderen Länder mitspielen, sonst ist das ein ungleichgewichtiges Spiel."

Wie berichtet hatte die EU-Kommission nach den "Lux-Leaks"-Enthüllungen über Steuer-Deals für Großkonzerne Untersuchungen in allen Ländern angekündigt, die solche Praktiken zugelassen haben. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat angekündigt, den geplanten Info-Austausch über Steuervorbescheide ("Tax Rulings") voranzubringen. Zuletzt hatte die EU-Kommission im Juni 15 EU-Staaten, darunter Österreich, aufgefordert, Informationen über Steuervorbescheide vorzulegen. EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager erklärte dazu im Juni, "wir verschaffen uns gerade ein Gesamtbild davon, wie Steuervorbescheide in der Praxis gehandhabt werden".

Wien/Bochum (APA) - Buwog-Chef Daniel Riedl widerspricht dem Vorwurf, die Bundeswohnungen seien 2004 von der damaligen Bundesregierung zu billig verkauft worden. Zur in diesen 14 Jahren eingetretenen Wertsteigerung von 588 Mio. auf 3,2 Mrd. Euro, soviel bietet die deutsche Vonovia, sagte Riedl am Freitag im Ö1-"Mittagsjournal" des ORF-Radios: "Ich bin persönlich stolz drauf."
 

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Buwog-Chef Riedl verteidigt kräftige Wertsteigerung des Unternehmens

Wien (APA) - Bei der insolventen Wienwert-Holding hat am Freitag die erste Gläubigerversammlung stattgefunden. Laut Bericht des Masseverwalters Norbert Abel beträgt das liquide Vermögen derzeit gerade einmal 40.000 Euro, berichtete Anlegeranwalt Lukas Aigner am Nachmittag. Die Anleihen seien aus Sicht des Masseverwalters faktisch nicht besichert.
 

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Wienwert-Masseverwalter: 40.000 Euro Vermögen, Bonds nicht besichert

Paris (APA/Reuters) - Der französische Medienkonzern Vivendi hat nach einem Gewinnsprung 2017 einen klaren Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr gescheut. Das sorgte an der Börse für Enttäuschung: Vivendi-Aktien brachen am Freitag zeitweise um knapp neun Prozent ein und waren größter Verlierer im Parise Auswahlindex CAC 40.
 

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Medienkonzern Vivendi lässt Anleger über 2018 im Dunkeln: Aktie fällt