Lukoil will sich von großer Raffinerie auf Sizilien trennen

Rom/Moskau (APA) - Der russische Öl- und Gasriese Lukoil will seine große petrochemische Anlage in Priolo auf Sizilien nahe der Stadt Syrakus verkaufen, berichteten italienische Medien am Freitag. Die Anlage zählt europaweit zu den größten Raffinerien und importiert Öl aus dem Schwarzen Meer, dem Nahen Osten und Nordafrika.

Der Verkauf ist Teil einer Strategie des russischen Konzerns, der mit einer Rationalisierung seiner Aktivitäten im Ausland beschäftigt ist. Lukoil hatte 2008 vom italienischen Ölkonzern Erg eine 49-prozentige Beteiligung an der sizilianischen Raffinerie mit 1.100 Mitarbeitern übernommen, die 320.000 Barrel Öl pro Tag verarbeitet. 2014 war Lukoil zum einzigen Aktionär der Raffinerie avanciert.

Gegen die Raffinerie hatte die Staatsanwaltschaft von Syrakus Ermittlungen wegen Gefahr für die öffentliche Gesundheit. Gegen acht Personen wurden Ermittlungen aufgenommen, ihnen werden unzureichende Kontrollen der Luftqualität vorgeworfen. Die Betreiber des Raffineriekomplexes versicherten, dass sie sich stets an Italiens Umweltgesetze gehalten hätten und wiesen die Vorwürfe zurück.

Die Gewerkschaften bangen um die Jobs in einer ohnedies von Arbeitslosigkeit schwer belasteten Region. Die Arbeitnehmerorganisationen schlossen aus, dass die Verkaufspläne von Lukoil eine Reaktion auf die Justizermittlungen sein könnten.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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