Lufthansa will bis zu 500 Millionen Euro in Alitalia stecken

Rom/Frankfurt (APA) - Die Lufthansa will bis zu 250 Mio. Euro in die krisengeschüttelte Alitalia stecken. Der Betrag könnte aufgrund von Vereinbarungen mit der italienischen Regierung sogar verdoppelt werden, berichtete die römische Tageszeitung "Il Messaggero" (Montagsausgabe).

Laut einem Plan, an dem die Chefetage der AUA-Mutter arbeitet, sollen bei der Alitalia 2.000 Jobs wegfallen, vor allem im administrativen Bereich. Die neue Airline soll nicht mehr als 6.000 Mitarbeiter zählen, circa 5.000 weniger als heute. Die Flotte soll aus 90 bzw. 100 Maschinen bestehen. Die Lufthansa will vor allem die Wartungssparte verwerten.

Das Angebot Lufthansas sei laut den drei Sonderkommissaren, die von der italienischen Regierung mit dem Verkauf der Airline beauftragt wurden, bisher das glaubwürdigste, das für die Airline eingetroffen ist. Aber auch der US-Fonds Cerberus arbeitet an einem Plan zur kompletten Übernahme der Alitalia. Das Offert des US-Investors wurde allerdings nicht im Rahmen des Wettbewerbs vorgestellt, den die Sonderverwalter der italienischen Airline ausgeschrieben haben. Laut Medienberichten ist Cerberus bereit, zwischen 100 und 400 Mio. Euro für die Alitalia auszugeben.

Sieben verbindliche Angebote sind nach Ablauf der Frist für die Einreichung der Angebote für die Übernahme der Alitalia am 16. Oktober eingetroffen. Diese werden jetzt von drei Sonderverwaltern geprüft, die die italienische Regierung bei der Krisen-Airline eingesetzt hat.

Die italienische Regierung bemüht sich, Alitalia als Ganzes zu verkaufen und nicht den Flugbetrieb von den Bodendiensten zu trennen. Allerdings scheint fraglich, ob es überhaupt jemanden gibt, der Alitalia als Ganzes übernehmen würde - die Fluggesellschaft gilt als nicht sanierbar. Der Billigflieger Ryanair hatte Ende September sein Interesse zurückgezogen.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne