Lufthansa will mit neuer Ticket-Gebühr eigenen Vertrieb stärken

Die Lufthansa will mit einer neuen Ticketgebühr von 16 Euro mehr Kunden auf die eigene Internet-Seite lenken. Der Aufschlag werde ab September für jedes Ticket verlangt, das über eines der großen Reisebuchungssysteme wie Amadeus ausgestellt wird, teilte die Lufthansa am Dienstag mit.

Derzeit werden zwei von drei Lufthansa-Flügen über diesen Vertriebsweg gebucht - vor allem von große Reisebüros, Firmenreisestellen und Internet-Flugportalen. Mit dem Betrag wolle der Konzern die Zusatzkosten für den Verkauf über die Dienstleister wieder einnehmen, die sich im Jahr auf einen dreistelligen Millionenbetrag summieren.

Wer direkt über die Internet-Seiten der Lufthansa und ihrer Tochterfluglinien wie Austrian oder Swiss kauft, kann die Zusatzgebühr umgehen. Zudem können Reisebüros künftig direkt auf einer Lufthansa-Seite anstatt bei den Anbietern buchen - ohne Aufschlag. Amadeus mit Sitz in Madrid kritisiert den Lufthansa-Vorstoß. Die Airline bestrafe Fluggäste künftig für bestimte Vertriebswege, erklärte das Unternehmen. Weitere Anbieter sind Sabre und Worldspan.

Brüssel (APA/AFP) - Die EU-Kommission wappnet sich für die Verhängung möglicher Gegenzölle auf US-Produkte, falls die Europäische Union nicht von US-Strafzöllen auf Stahl und Aluminium ausgenommen wird. Am Freitag informierte die Brüsseler Behörde offiziell die Welthandelsorganisation WTO darüber, dass sie zur Verhängung von Gegenmaßnahmen bereit sei, wie die Kommission mitteilte.
 

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EU meldet Vergeltungszölle gegen USA bei WTO an

Tokio (APA/Reuters) - Japan will die US-Zölle auf Stahl und Aluminium unter Umständen nicht hinnehmen. Man behalte sich das Recht vor, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, erklärte das Außenministerium am Freitag in Tokio. Demnach wurde auch die Welthandelsorganisation darüber informiert. Eine Umsetzung der Gegenmaßnahmen hänge von weiteren Schritten der USA und ihre potenziellen Auswirkungen auf japanische Firmen ab.
 

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Japan erwägt Maßnahmen gegen US-Zölle auf Stahl und Aluminium

Wien/Valletta (APA) - Malta ist neben Gibraltar die europäische Hochburg für Online-Glücksspiel. Fast 300 Online-Casinos und -Wettfirmen sind auf der Insel registriert und bedienen von dort aus Kunden in allen EU-Staaten. Die maltesische Glücksspielbehörde überwacht den Sektor aber kaum, er ist seit langem im Griff der italienischen Mafia.
 

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Digitale Glücksspielhochburg Malta im Griff der italienischen Mafia