Lufthansa Technik setzt auf Digitalisierung und weltweite Präsenz

Frankfurt - Die Lufthansa Technik will ihre Investitionen in diesem Jahr auf 354 Mio. Euro mehr als verdoppeln. Das Geld solle vor allem in die weitere Internationalisierung des Geschäfts sowie die Stärkung der Innovationskraft fließen, sagte der Vorstandsvorsitzende Johannes Bußmann am Montag in Hamburg.

"Derzeit gehen so viele neue Flugzeugtypen mit neuen Technologien, Materialien, Komponenten und Triebwerken in den Flugbetrieb wie seit Jahrzehnten nicht mehr", erklärte er. Die Lufthansa-Tochter sei als technischer Dienstleister auf die Entwicklung gut vorbereitet und betreue weltweit 800 Kunden und 3.700 Flugzeuge.

Die bevorstehenden Marktveränderungen gehe das Unternehmen aus einer Position der Stärke an, um seine Position als Weltmarktführer für die Wartung, Überholung und Reparatur von zivilen Verkehrsflugzeugen zu behaupten. "Neue Fertigungsmethoden machen Flugzeuge und Triebwerke zuverlässiger und wartungsärmer", sagte Bußmann. "Dadurch fällt schon einiges an Volumen für uns weg." Der Kostendruck steige, weil auch die Hersteller ihr Service-Geschäft ausbauen.

Im vergangenen Jahr steigerte der Tochterkonzern der AUA-Mutter Lufthansa den Umsatz um 17,6 Prozent auf rund 5,1 Mrd. Euro und den bereinigten Gewinn vor Steuern und Zinsen um 20 Prozent auf 454 Mio. Euro. Der hohe Gewinn war durch Wechselkurseinflüsse begünstigt und ist nach Einschätzung des Managements vermutlich nicht wiederholbar. Lufthansa Technik beschäftigt weltweit rund 20 300 Mitarbeiter, davon mehr als 10.000 in Deutschland.

"Der für mich entscheidende Megatrend ist das Thema Digitalisierung", sagte Bußmann. "Daten bestimmen auch die Zukunft unseres Geschäfts." Ein aktuelles Flugzeug wie der Airbus A350 liefere rund 400.000 Messparameter, beim A330 waren es noch 30.000. Die Herausforderung sei es, die ungeheuren Datenmengen zu sammeln und auszuwerten, um bei Bedarf frühzeitig eingreifen zu können.

Um die Nummer eins der Branche zu bleiben, müsse die Lufthansa Technik noch effizienter und internationaler werden. Zuletzt eröffnete das Unternehmen einen neuen Auslandsstandort in Puerto Rico und verbesserte damit die Präsenz im wichtigen amerikanischen Markt. Der Standort auf den Philippinen wurde wesentlich erweitert. Asien ist der wachstumsstärkste Teilmarkt für die Branche.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma