Lufthansa will Tarifkonflikte noch in diesem Jahr lösen

Frankfurt - Die deutsche AUA-Mutter Lufthansa will die seit Jahren schwelenden Tarifkonflikte mit ihrer Belegschaft noch heuer beilegen. Mit neuen Kollektivvertragsabschlüssen für die Flugbegleiter und Piloten wolle man auch für die Kernmarke Lufthansa wieder Wachstumsfähigkeit erreichen, sagte Vorstandschef Carsten Spohr am Donnerstag auf der Hauptversammlung seines Unternehmens in Hamburg.

Während mit den Flugbegleitern eine Schlichtung läuft, hatte die deutsche Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit vor einigen Tagen neue Angebote des Unternehmens zu Gehältern und Übergangsrenten abgelehnt.

Spohr entschuldigte sich bei 950.000 Fluggästen, die im vergangenen Jahr unter den Streiks gelitten hatten. "Jeder einzelne der 15 Streiktage war einer zu viel", sagte er laut Redemanuskript. Die Streikkosten beziffert Lufthansa auf 230 Mio. Euro. Trotz der harten Arbeitskämpfe hat Europas größter Luftverkehrskonzern 2015 mit 108 Millionen Gästen einen neuen Passagierrekord erzielt.

Berlin (APA/AFP) - Mehr als tausend Beschäftigte der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin sowie Unterstützer haben am Mittwoch in der Hauptstadt für den Erhalt der Jobs bei der Airline demonstriert. Verdi-Sprecher Andreas Splanemann sprach am Nachmittag von rund 1.300 Teilnehmern aus dem gesamten Bundesgebiet, das habe die Erwartungen der Gewerkschaft "bei weitem übertroffen".
 

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Air-Berlin-Beschäftigte demonstrieren für Erhalt ihrer Arbeitsplätze

Brüssel/Frankfurt (APA/Reuters) - Großbanken in der Eurozone sollen maximal vier Jahre Zeit zum Aufbau zusätzlicher Finanzpuffer für den Krisenfall erhalten. Erstmals würden verpflichtende Ziele für die Mehrheit der größten und komplexesten Finanzkonzerne in der Eurozone gesetzt, erklärte der Systemrisikorat (SRB), der in der Eurozone für die geordnete Abwicklung gescheiterter Banken verantwortlich ist, am Mittwoch.
 

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EU gibt Banken vier Jahre für Aufbau von Krisen-Puffer

Berlin/Frankfurt (APA/Reuters) - In der "Cum-Cum"-Affäre um Steuertricks mit Dividendenpapieren rechnen zahlreiche deutsche Banken mit Straf- und Steuernachzahlungen. 77 Institute erwarten wegen der Steuertricks Belastungen von insgesamt gut einer halben Milliarde Euro, wie es in einer Reuters vorliegenden Antwort des deutschen Finanzministeriums und der Finanzaufsicht BaFin auf eine Anfrage der Grünen heißt.
 

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Deutsche Banken stellen wegen Steuertricks halbe Milliarde zurück