Lufthansa-Piloten drohen mit Verschärfung ihrer Streiks

Köln/Schwechat (APA/Reuters) - Im Tarifstreit der Piloten mit der Lufthansa ist auch nach dem dritten Streiktag keine Einigung in Sicht. Nachdem am Münchener Flughafen 15.000 Passagiere von der achtstündigen Arbeitsniederlegung betroffen waren, droht das gleiche Schicksal in den nächsten Tagen und Wochen noch mehr Lufthansa-Fluggästen.

"Wir bleiben weiter streikbereit", sagte Markus Wahl, Vorstand der Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit, am Mittwoch. Es gebe noch viele Möglichkeiten, der Lufthansa zu schaden und damit den Druck auf das Management zu erhöhen.

"Wir können Lufthansa Cargo, Germanwings, Kurz- und Langstrecke der Lufthansa bestreiken - oder auch eine Kombination dieser Möglichkeiten." Jede Arbeitsniederlegung werde einen Tag vorher angekündigt.

Die Spartengewerkschaft kämpft so erbittert, da sie die im Branchenvergleich üppige Vorruhestandsregelung für die 5.400 Piloten der Lufthansa vor dem Sparkurs des Vorstands retten will. Das Management hingegen hält die sogenannte Übergangsversorgung auf Dauer für nicht bezahlbar.

"Die Positionen liegen sehr weit auseinander", sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr dem Radiosender "hr-info" am Mittwochabend laut Vorabbericht. Er bekräftigte, dass es der Fluggesellschaft nicht nur um Einsparungen sondern auch um Wachstumschancen und die Erschließung neuer Märkte gehe. Der Konzern prüft, neue Billigtöchter unter der Marke Wings auf der Kurz- und Langstrecke zu gründen, wie Spohr im Juli ankündigte.

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

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Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

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Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

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Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen