Lufthansa-Piloten drohen mit Verschärfung ihrer Streiks

Köln/Schwechat (APA/Reuters) - Im Tarifstreit der Piloten mit der Lufthansa ist auch nach dem dritten Streiktag keine Einigung in Sicht. Nachdem am Münchener Flughafen 15.000 Passagiere von der achtstündigen Arbeitsniederlegung betroffen waren, droht das gleiche Schicksal in den nächsten Tagen und Wochen noch mehr Lufthansa-Fluggästen.

"Wir bleiben weiter streikbereit", sagte Markus Wahl, Vorstand der Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit, am Mittwoch. Es gebe noch viele Möglichkeiten, der Lufthansa zu schaden und damit den Druck auf das Management zu erhöhen.

"Wir können Lufthansa Cargo, Germanwings, Kurz- und Langstrecke der Lufthansa bestreiken - oder auch eine Kombination dieser Möglichkeiten." Jede Arbeitsniederlegung werde einen Tag vorher angekündigt.

Die Spartengewerkschaft kämpft so erbittert, da sie die im Branchenvergleich üppige Vorruhestandsregelung für die 5.400 Piloten der Lufthansa vor dem Sparkurs des Vorstands retten will. Das Management hingegen hält die sogenannte Übergangsversorgung auf Dauer für nicht bezahlbar.

"Die Positionen liegen sehr weit auseinander", sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr dem Radiosender "hr-info" am Mittwochabend laut Vorabbericht. Er bekräftigte, dass es der Fluggesellschaft nicht nur um Einsparungen sondern auch um Wachstumschancen und die Erschließung neuer Märkte gehe. Der Konzern prüft, neue Billigtöchter unter der Marke Wings auf der Kurz- und Langstrecke zu gründen, wie Spohr im Juli ankündigte.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte