Lufthansa verdiente 2014 im Passagiergeschäft weniger

Der Chef der deutschen AUA-Mutter Lufthansa, Chef Carsten Spohr, treibt den Umbau der Fluglinie angesichts rückläufiger Gewinne im Passagiergeschäft voran. Die Lufthansa müsse angesichts hoher Investitionen in Flugzeuge und Service die Ergebnisse steigern, sagte Spohr am Donnerstag. "Dazu brauchen wir wettbewerbsfähige Strukturen, an denen wir konsequent weiterarbeiten."


2014 war der operative Gewinn der Sparte Lufthansa Passage, die vor allem das Geschäft der Kranich-Fluglinie und der Billigtochter Germanwings umfasst, trotz niedrigerer Treibstoffkosten um 11 Prozent auf 252 Mio. Euro gefallen. Der Bereich stellt mit 17 Mrd. Euro mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes.

Der Konzern strich den Aktionären bereits vor drei Wochen die Dividende für 2014. Grund waren tiefrote Jahreszahlen: Unter anderem wegen Fehlkalkulationen bei Absicherungsgeschäften für Kerosin stand nach deutscher Rechnungslegung (HGB) unter dem Strich ein Verlust von 732 Mio. Euro. Für dieses Jahr erwartet Spohr ein bereinigtes operatives Ergebnis von 1,5 Mrd. Euro nach 1,2 Mrd. Euro 2014.

Die Lufthansa kämpft seit Jahren mit der harten Konkurrenz am Himmel, vor allem durch schnell wachsende Airlines aus dem Nahen Osten und Billigrivalen. Voriges Jahr senkte der Konzern zwei Mal seine Gewinnprognose. Die Entwicklung der Durchschnittserlöse, der sogenannten Yields, dürfte dieses Jahr "deutlich negativ" verlaufen, sagte Finanzchefin Simone Menne. "Der Wettbewerb wird nicht schwächer." Die Wende soll die neue Günstig-Airline Eurowings bringen, die im Spätherbst auf Strecken innerhalb Europas und auf Langstreckenverbindungen an den Start geht. Die Kosten sollen 40 Prozent unter denen der angestammten Kranichlinie liegen. Allerdings gehen Teile der Belegschaft, vor allem die Piloten, dagegen auf die Barrikaden.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte