Lufthansa-Offert für Alitalia laut Rom unzulänglich

Frankfurt/Rom (APA) - Die deutsche Lufthansa, Konzernmutter der Austrian Airlines, hat der italienischen Regierung bei Gesprächen über den Kauf der italienischen Fluglinie Alitalia ein unzulängliches Angebot unterbreitet. Dies betonte der italienische Verkehrsminister Graziano Delrio nach Medienangaben.

"Der erste Vorschlag der Lufthansa ist nicht auf dem Niveau eines großen Landes wie Italien und eines Unternehmens wie Alitalia mit tausenden Arbeitnehmern", sagte Delrio.

"Wir warten, bis uns ein industrieller Entwicklungsplan auf einem Niveau unterbreitet wird, der nicht nur Opfer von den Arbeitnehmern verlangt. Wir arbeiten für bessere Bedingungen. Die Alitalia-Krise ist auf Managerfehler und nicht auf den Markt zurückzuführen, der eine große Expansion erlebt", so der Verkehrsminister.

Der Sonderverwalter der Alitalia. Luigi Gubitosi, berichtete, dass die Fluggesellschaft das Jahr 2017 mit einem Umsatzanstieg von 1 bzw. 1,5 Prozent abschließen werde. Dieses Ergebnis sei nach den Rückgängen der vergangenen Jahre besonders wichtig, sagte Gubitosi nach Medienangaben vom Dienstag.

Sieben verbindliche Angebote sind für die Übernahme der Alitalia eingetroffen. Diese werden jetzt von drei Sonderverwaltern geprüft, die die italienische Regierung bei der Krisen-Airline eingesetzt hat. Auch der US-Fonds und BAWAG-Großaktionär Cerberus arbeitet an einem Plan zur kompletten Übernahme der Alitalia. Das Offert des US-Investors wurde allerdings nicht im Rahmen des Wettbewerbs vorgestellt, den die Sonderverwalter der italienischen Airline ausgeschrieben haben. Laut Medienberichten ist Cerberus bereit, zwischen 100 und 400 Mio. Euro für die Alitalia auszugeben.

Die italienische Regierung bemüht sich, Alitalia als Ganzes zu verkaufen und nicht den Flugbetrieb von den Bodendiensten zu trennen. Allerdings scheint fraglich, ob es überhaupt jemanden gibt, der Alitalia als Ganzes übernehmen würde - die Fluggesellschaft gilt als nicht sanierbar. Die Billigfluglinie Ryanair hatte Ende September ihr Interesse zurückgezogen.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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