Lufthansa, Easyjet und Cerberus bleiben im Rennen um Alitalia

Rom (APA) - BAWAG-Großaktionär Cerberus, Lufthansa und Easyjet: Unter diesen drei Kandidaten sucht die italienische Regierung den Käufer für die krisengeschüttelte Airline Alitalia. Dies gab der italienische Industrieminister, Carlo Calenda, zu verstehen, der erstmals offen von "drei Angeboten" gesprochen hat.

Der Minister hob laut Medienangaben die Unterschiede zwischen den verbindlichen Angeboten hervor, die von Lufthansa, Konzernmutter der Austrian Airlines, und von der Easyjet eingetroffen seien, und der losen Interessenserklärung von Cerberus. Der US-Fonds habe bisher kein offizielles Angebot eingereicht.

"Wir prüfen die drei Angebote. Prioritär ist, dass Italien effiziente Flugverbindungen garantiert, dass so wenig öffentliche Gelder wie möglich ausgegeben werden und dass die Jobs erhalten bleiben", berichtete Calenda, der Indiskretionen zufolge diese Woche die Cerberus-Manager in Rom treffen wird. Laut Medienberichten ist Cerberus bereit, zwischen 100 und 400 Mio. Euro für Alitalia auszugeben.

Die italienische Regierung bemüht sich, Alitalia als Ganzes zu verkaufen und nicht den Flugbetrieb von den Bodendiensten zu trennen. Dafür hat die Regierung die Frist für den Abschluss des Verkaufsverfahrens vom 5. November auf den 30. April verlängert. Die Airline wird mit rund 800 Mio. Euro bewertet.

Brüssel (APA/AFP) - Die EU-Kommission wappnet sich für die Verhängung möglicher Gegenzölle auf US-Produkte, falls die Europäische Union nicht von US-Strafzöllen auf Stahl und Aluminium ausgenommen wird. Am Freitag informierte die Brüsseler Behörde offiziell die Welthandelsorganisation WTO darüber, dass sie zur Verhängung von Gegenmaßnahmen bereit sei, wie die Kommission mitteilte.
 

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EU meldet Vergeltungszölle gegen USA bei WTO an

Tokio (APA/Reuters) - Japan will die US-Zölle auf Stahl und Aluminium unter Umständen nicht hinnehmen. Man behalte sich das Recht vor, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, erklärte das Außenministerium am Freitag in Tokio. Demnach wurde auch die Welthandelsorganisation darüber informiert. Eine Umsetzung der Gegenmaßnahmen hänge von weiteren Schritten der USA und ihre potenziellen Auswirkungen auf japanische Firmen ab.
 

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Japan erwägt Maßnahmen gegen US-Zölle auf Stahl und Aluminium

Wien/Valletta (APA) - Malta ist neben Gibraltar die europäische Hochburg für Online-Glücksspiel. Fast 300 Online-Casinos und -Wettfirmen sind auf der Insel registriert und bedienen von dort aus Kunden in allen EU-Staaten. Die maltesische Glücksspielbehörde überwacht den Sektor aber kaum, er ist seit langem im Griff der italienischen Mafia.
 

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Digitale Glücksspielhochburg Malta im Griff der italienischen Mafia