Lufthansa bietet 500 Mio. Euro für Alitalia

Rom/Frankfurt (APA) - Die AUA-Mutter Lufthansa bietet 500 Millionen Euro für die Alitalia. Lufthansa sei lediglich an der Übernahme der Flugsparte und nicht am Handlingbereich interessiert, berichtete die italienische Tageszeitung "Corriere della Sera" am Montag.

Lufthansas Plan sieht die Streichung von 6.000 Jobs bei der italienischen Airline vor, was einer Halbierung des Personals betrifft, berichtete das Blatt. Kurze und mittellange Flüge, die wegen der starken Konkurrenz von Lowcost-Gesellschaften weniger rentabel sind, sollen zugunsten von Langstreckenrouten reduziert werden.

Wegen der starken Stellenkürzungen sei die italienische Regierung entschlossen, das Angebot der Lufthansa vorerst auf Eis zu legen. Nicht ausgeschlossen werden Verhandlungen mit der Airline zur Reduzierung der bei Alitalia geplanten Jobkürzungen. Die Regierung bemüht sich, einen zerstückelten Verkauf der Alitalia abzuwenden. Die Frist für die Einreichung verbindlicher Angebote für die marode italienische Airline läuft am Montag um 18 Uhr ab. Im Rennen um Alitalia sind noch der US-Investmentfonds Cerberus und EasyJet.

Die Regierung in Rom verlängerte am Freitag den Brückenkredit für die Pleite-Fluglinie von November dieses Jahres bis September 2018. Der Ministerrat beschloss auch, 300 Mio. Euro zusätzlich zuzuschießen. Alitalia wird daher dem Staat 900 Mio. Euro zurückzahlen müssen. Die Regierung hatte der Airline im Frühjahr bereits 600 Mio. Euro für den Erhalt des Flugbetriebs gewährt.

Premier Paolo Gentilonis Hauptziel ist es, Alitalia eine Zerstückelung zu ersparen. Dafür hat die Regierung die Frist für den Abschluss des Verkaufsverfahrens vom 5. November auf den 30. April verlängert. Die Airline wird mit circa 800 Mio. Euro bewertet.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro