Lufthansa kauft 25 Airbus-Flugzeuge

(Reuters) - Die Lufthansa gibt Milliarden für neue Mittelstrecken-Flugzeuge von Airbus aus. Der Aufsichtsrat habe den Kauf von 25 Maschinen des Typs A320 beschlossen, teilte die Fluggesellschaft am Mittwoch mit. Nach Listenpreisen habe der Auftrag einen Wert von insgesamt 2,5 Milliarden Euro. Üblicherweise erhalten Fluggesellschaften bei größeren Bestellungen jedoch deutliche Rabatte. Die treibstoffeffizienten und lärmarmen Flugzeuge für 150 bis 180 Passagiere sollen in den nächsten Jahren alte Maschinen bei Lufthansa-Töchtern ersetzen.

An Swiss gehen 15 A320-Flugzeuge. Die in Zürich angesiedelte Fluglinie erhält dabei ab 2019 die runderneuerte Version des Airbus-Bestsellers mit neuen Triebwerken. Zehn weitere A320-Jets, die noch nicht mit neuen Turbinen ausgestattet sind, sollen bereits ab 2016 geliefert und beim geplanten Billigableger Eurowings eingesetzt werden.

Der Lufthansa-Konzern steckt derzeit in der größten Flottenerneuerung seiner Geschichte: Ohne die jüngste Order sind derzeit 265 Flugzeuge zu einem Listenwert von 30 Milliarden Euro bestellt. Die Traditionslinie muss viel investieren, um mit stark expandierenden staatlichen Airlines vom Persischen Golf wie Emirates und Qatar Airways mithalten zu können.

VERTRAGSVERLÄNGERUNG FÜR FINANZCHEFIN

Die für die Finanzierung zuständige Top-Managerin Simone Menne bleibt länger an Bord. Der Vorstandsvertrag der Konzern-Finanzchefin werde frühzeitig von Mitte 2015 an für fünf Jahre verlängert, teilte die Lufthansa mit. Menne leitet das Ressort seit 2012.

Zudem treibt die Lufthansa bereits im Juli von Konzernchef Carsten Spohr angekündigte Zukunftsprojekte voran. Neben dem geplanten Billigflieger Eurowings erwägt Spohr die Gründung einer neuen Billig-Langstreckenfluglinie, die zusammen mit dem Charterflieger Sun-Express betrieben werden könnte. Sie soll mit sieben gebrauchten Airbus A330-300 fliegen. Spohr begründet die Wahl der im Vergleich zu neuen Jets spritdurstigen Maschinen im "Manager Magazin" damit, dass die noch namenlose Airline bereits nächsten Herbst abheben soll. "Schnelligkeit ist jetzt erstmal wichtiger, als jahrelang auf das optimale Flugzeug zu warten." Wenn das Experiment sich bewähren sollte, werde die Lufthansa sicherlich auch die Anschaffung moderner Jets wie dem Boeing-Dreamliner oder dem neuesten Airbus-Flugzeug A350 erwägen.

Gleichzeitig arbeitet Spohr die Idee durch, 14 Langstrecken-Flugzeuge vom Typ Airbus A340-300 mit einer neuen Kabinenkonfiguration auszustatten. Die First Class fällt dabei weg, und die Business Class wird kleiner. Die Jets sollen ab dem Winter 2015/2016 mit deutlich günstigeren Kosten fliegen und vor allem neue Privatreiseziele anfliegen. Die Unterstützung der Flugbegleitergewerkschaft Ufo hat die Lufthansa bereits sicher, doch andere Arbeitnehmergruppen - etwa die Piloten - warten noch ab.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne