Lufthansa 2017 mit drittem Rekordjahr, heuer sinkt der Gewinn

Wien/Frankfurt/Schwechat (APA/dpa/Reuters/dpa-AFX) - Die Lufthansa hat im Pleitejahr von Air Berlin den höchsten Gewinn ihrer Geschichte eingeflogen. Das operative Ergebnis (bereinigte EBIT) stieg 2017 um rund 70 Prozent auf knapp 3 Mrd. Euro, wie der deutsche AUA-Mutterkonzern am Donnerstag mitteilte. Für 2018 rechnet Vorstandschef Carsten Spohr nur mit einem leichten Rückgang.

Unter dem Strich erhöhte sich der Überschuss des Konzerns 2017 um ein Drittel auf 2,4 Mrd. Euro. Hier wirkte sich die Einigung mit den Piloten bei den Betriebsrenten positiv aus.

Der positive Einmaleffekt des Tarifabschlusses mit der Vereinigung Cockpit für die Piloten von Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings wurde mit 582 Mio. Euro beziffert und im Dezember ergebniswirksam.

Die Lufthansa-Aktionäre können sich auf eine um 60 Prozent auf 80 Cent je Aktie erhöhte Dividende freuen - die in den kommenden Jahren mindestens stabil bleiben soll. Für die deutsche Fluggesellschaft war 2017 das dritte Rekordjahr in Folge.

Zum operativen Gewinnanstieg trugen vor allem die Passagier-Airlines Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines (AUA) und Eurowings, aber auch die Frachttochter Lufthansa Cargo bei. Der Umsatz des Konzerns legte um gut 12 Prozent auf 35,6 Mrd. Euro zu.

Vor allem wegen der steigenden Treibstoffkosten werde das bereinigte operative Ergebnis 2018 leicht unter dem Vorjahr liegen, teilte Europas größte Fluggesellschaft heute mit. Die um rund 700 Mio. Euro höheren Treibstoffkosten können nach Prognose der Lufthansa zu einem großen Teil durch eine bessere operative Performance kompensiert werden.

"Wir werden unseren Modernisierungskurs konsequent fortsetzen", erklärte Vorstandschef Carsten Spohr, dessen Vertrag gerade erst um fünf Jahre verlängert wurde.

Der Vorstand der Lufthansa hat Donnerstagfrüh erklärt, weiter an einer sanierten Alitalia interessiert zu sein.

Ingolstadt (APA/dpa/AFP) - Im Zuge der Abgasaffäre startet Autobauer Audi ab Mittwoch den ersten von insgesamt acht Rückrufen für Modelle mit V-TDI-Motoren in Deutschland. Das teilte die VW-Tochter am Montag in Ingolstadt mit. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) habe die dafür nötige Freigabe erteilt.
 

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Hamburg/Wolfsburg (APA/Reuters) - Volkswagen will beim Umstieg auf die Elektromobilität seine herausgehobene Position in der Autoindustrie behalten. "Wir werden günstiger sein als Tesla und wir haben dann die großen Skaleneffekte", sagte Konzernchef Herbert Diess der Branchenzeitung "Automotive News". Die Plattform sei "bereits für 50 Millionen Elektroautos gebucht, und wir haben Batterien für 50 Millionen Elektroautos beschafft".
 

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