Luciano Benetton wird mit 82 Jahren Präsident seines Konzerns

Rom (APA) - Mit 82 Jahren übernimmt der italienische Großunternehmer Luciano Benetton wieder das Ruder seiner Modegruppe. Der Aufsichtsrat des norditalienischen Unternehmens ernannte ihn zum exekutiven Verwaltungsratspräsidenten anstelle des Managers Francesco Gori. Dieser bleibt als Aufsichtsratsmitglied aktiv, teilte Benetton in einer Presseaussendung am Mittwoch mit.

Luciano Benetton hatte beschlossen, wieder eine Spitzenfunktion in seinem Konzern zu übernehmen, nachdem er 2012 aus der Gruppe ausgestiegen war und die Führung einigen Managern überlassen hatte. Die Ergebnisse enttäuschten den Modeunternehmer zutiefst.

Der Modekonzern Benetton hat zuletzt schwierige Zeiten erlebt. Vor über einem Jahr war Alessandro Benetton, Sohn von Luciano Benetton, aus dem Board des Unternehmens ausgestiegen, weil er mit den Umstrukturierungsplänen für den Modekonzern, die sein Onkel Gilberto vorantreibt, nicht einverstanden war. Mehrere hundert Jobs wurden im Unternehmen, das die Konkurrenz von Textilriesen wie Zara und H&M stark zu spüren bekommen hat, gekürzt.

"2008 hatte ich das Unternehmen mit 155 Mio. Euro Aktiva verlassen. 2016 meldete es Verluste von 81 Mio. Euro. Und dieses Jahr wird es noch schlimmer sein. Für mich ist dies ein unerträglicher Schmerz. Daher kehre ich zusammen mit meiner Schwester Giuliana zurück, die mit 80 Jahren wieder begonnen hat, Pullover zu machen", so der Unternehmer im Interview mit der römischen Tageszeitung "La Repubblica" im November.

Zuletzt startete die Modegruppe mit einer Umstrukturierung des Europa-Geschäfts mit Schwerpunkt Straffung des internationalen Retail-Netzes. Die Familie Benetton mischt auch mit der Infrastrukturgesellschaft Atlantia und der Raststättengesellschaft Autogrill mit.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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