Londoner Notenbankchef signalisiert Zinserhöhungen in nächsten Jahren

London (APA/Reuters) - Die britische Notenbank Bank of England (BoE) will nach der ersten Zinserhöhung seit zehn Jahren nicht längere Zeit die Füße still halten. BoE-Chef Mark Carney sagte nach der Entscheidung am Donnerstag, die Prognosen der BoE basierten auf der Annahme von zwei weiteren Zinsschritten binnen drei Jahren. "Und wir brauchen diese zwei zusätzlichen Erhöhungen in der Tat", betonte Carney.

Es gehe darum, die Inflation wieder zum Zielwert von zwei Prozent zurückzubringen. Die Bank of England (BoE) hatte zuvor den Schlüsselsatz zur Versorgung der Geldinstitute um einen Viertelpunkt auf 0,5 Prozent angehoben. Die Notenbank reagiert damit auf die stark anziehende Inflation auf der Insel, die an der Kaufkraft der Briten nagt.

Zugleich ist die einst vor Kraft strotzende Wirtschaft zuletzt nur noch schwach gewachsen. Manche Fachleute erwarteten daher eher, dass die Notenbank bis Mitte 2019 auf weitere Erhöhungen verzichtet. Bis dahin sollen auch die stockenden Brexit-Verhandlungen abgeschlossen sein: Stichtag ist der 29. März 2019.

Brüssel (APA/Reuters) - Der Defizitstreit zwischen der EU-Kommission und der italienischen Regierung verschärft sich. Die Brüsseler Behörde wird den Budgetentwurf aus Rom für das kommende Jahr ablehnen, wie der "Spiegel" am Mittwoch unter Berufung auf den deutschen EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger (CDU) berichtete.
 

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EU-Kommission weist Italiens Haushaltsentwurf zurück

Washington/Peking (APA/dpa) - US-Präsident Donald Trump hat ein neues Mittel gefunden, um China im Handelsstreit unter Druck zu setzen. Auf Anraten seines Wirtschaftsberaters Peter Navarro wolle Trump ein 144 Jahre altes Postabkommen aufkündigen, schrieb die "New York Times" am Dienstag unter Berufung auf hochrangige Regierungskreise.
 

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Trump könnte 144 Jahre altes Postabkommen mit China beenden

Wien (APA) - Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, Ex-FPÖ-Generalsekretär Walter Meischberger, dessen früheren Anwalt Gerald Toifl und andere ging es heute am 57. Prozesstag einmal mehr darum, wem welche Konten gehörten. Kein leichtes Unterfangen, wie schon Meischberger beim Auffliegen des "Buwog-Skandals" anmerkte.
 

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Grasser-Prozess - "Wird alles etwas schwierig zu erklären"