Londoner Finanz-Start-up Transferwise sammelte 58 Mio. Dollar ein

London - Finanz-Start-ups, die die Banken-Branche ins Visier nehmen, stehen bei Internet-Investoren derzeit hoch im Kurs. Mit der Londoner Firma Transferwise soll nun ein weiteres der jungen Unternehmen mit rund einer Milliarde Dollar (893 Mio. Euro) bewertet worden sein.

Das auf günstigere Auslandsüberweisungen spezialisierte Londoner Start-up Transferwise hat sich 58 Mio. Dollar frisches Geld bei Investoren besorgt. Die Mittel sollen für die internationale Expansion genutzt werden, teilte Transferwise am Montag mit. Unter anderem soll im Februar ein Büro in den USA eröffnet werden.

Nach Informationen der "Financial Times" soll Transferwise bei der Finanzierungsrunde mit nahezu einer Milliarde Dollar bewertet worden sein. Die Firma selbst machte keine Angaben dazu.

Die Geschäftsidee von Transferwise ist, die üblichen Gebühren bei Auslandsüberweisungen zwischen verschiedenen Währungen zu umgehen. Die Gründer der 2011 gestarteten Firma hatten zunächst ihr eigenes Problem hoher Kosten bei Geldtransfers zwischen britischen Pfund und Euro lösen wollen.

Transferwise sicherte sich damit bisher insgesamt gut 90 Mio. Dollar von Investoren. Die aktuelle Finanzierungsrunde wurde von der Risikokapitalfirma Andreessen Horowitz angeführt. Auch bisherige Investoren wie Virgin-Gründer Richard Branson zogen mit.

Finanz-Start-ups, die Banken ergänzen oder ihnen Konkurrenz machen können, locken derzeit in großem Stil Investoren-Gelder an. Erst vergangene Woche bekam das Hamburger Unternehmen Kreditech, das Bank-Dienstleistungen an Kunden ohne Kredit-Rating anbietet, eine Finanzspritze von 200 Mio. Dollar aus den USA.

Viele der jungen Finanz-Firmen sind nicht im Silicon Valley, sondern in Europa angesiedelt. Der Transferwise-Sitz London ist ein besonders beliebter Standort, weil dort eine starke Start-up-Szene auf einen großen Finanzplatz trifft.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro