London will Handelsverträge in Brexit-Übergangsphase abschließen

London (APA/dpa) - Großbritannien will bereits in der etwa zweijährigen Übergangsphase nach dem Brexit Handelsverträge mit Nicht-EU-Ländern abschließen. Die Verträge sollten dann aber erst nach diesem Zeitraum in Kraft treten, kündigte Premierministerin Theresa May am Montag in London an. Die EU hat bisher ausgeschlossen, dass Großbritannien während der Übergangsphase solche Handelsverträge machen kann.

Vage kündigte May auch Änderungen bei der Einreise in der zweijährigen Phase an. "Wir beabsichtigen, neue Ankünfte aus der EU zu registrieren", sagte die Premierministerin. Damit wolle sich London auf das künftige System für die Immigration vorbereiten. Die britische Regierung will die Zahl der Einwanderer verringern.

Großbritannien wird sich Ende März 2019 von der EU, der Zollunion und dem EU-Binnenmarkt trennen. Außenminister Boris Johnson und sein erzkonservativer Parteikollege Jacob Rees-Mogg hatten bereits am Wochenende an May appelliert, dass Großbritannien in der Übergangsphase kein "Vasallenstaat" der EU werden dürfe.

Die EU hatte am vergangenen Freitag in Brüssel das Startsignal für die zweite Phase der Brexit-Verhandlungen gegeben. May musste dafür erhebliche Zugeständnisse machen, etwa bei der Schlussrechnung.

Wien/Linz (APA) - Der 50. Verhandlungstag im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere verlief heute äußerst zäh. Nachdem Richterin Marion Hohenecker die Befragung von Grasser abgeschlossen hatte, war die Anklagebehörde am Wort - im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Ex-Minister machte von seinem Recht auf Entschlagung Gebrauch und beantwortete so gut wie keine Frage.
 

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Grasser-Prozess - 50. Tag im Zeichen des Schweigens

Düsseldorf (APA/Reuters) - Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky baut seinen Anteil am Handelsriesen Metro aus. Er ließ am Donnerstag aber offen, ob er damit auf ein Übernahmeangebot für den Düsseldorfer Konzern zusteuert. Dies hänge auch daran, wie sich die Beziehungen zur Metro-Spitze gestalteten und ob er und sein Investment-Partner Patrik Tkac die "zukünftige Entwicklung zielgerichtet unterstützen können".
 

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Milliardär Kretinsky hält nach Metro-Aktienkauf Karten bedeckt

Dublin/Brüssel (APA/dpa) - Die Anteilseigner von Europas größtem Billigflieger Ryanair haben bei ihrer Hauptversammlung der Führungsspitze einen Denkzettel verpasst. Zwar wählten die Aktionäre den Verwaltungsratsvorsitzenden David Bonderman und Unternehmenschef Michael O'Leary wieder - Bonderman bekam jedoch nur 70,5 Prozent Zustimmung. O'Leary erzielte immerhin 98,5 Prozent.
 

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Anleger wählen Ryanair-Führungsspitze trotz Turbulenzen wieder