Löger weist Kritik an zu wenig Kampf gegen Steuerflucht zurück

Brüssel/Wien (APA) - Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) hat Kritik von SPÖ und Grünen an zu wenig Bekämpfung Österreichs gegen Steuerflucht zurückgewiesen. Dies sei "absolut unangebracht", betonte der EU-Ratsvorsitzende vor dem EU-Finanzministerrat Freitag in Brüssel.

Im Gegenteil werde Österreich "sehr starke Unterstützung für alle Themen gegen Steuerbetrug" geben. Es gebe hier auch einige Punkte, die während der österreichischen Ratspräsidentschaft vorangetrieben werden. Auch dass Österreich beim "country zu country reporting" in dieser Sache bremse, stimme nicht. "Wir sorgen dafür, konstruktiv sinnhafte Lösungen in Abstimmung auch auf internationaler Ebene zu erreichen".

Angesprochen auf die sogenannte "Schwarze Liste" von Drittländern im Steuerbereich verwies Löger darauf, dass dies eine lebende Liste sei und es in der zweiten Jahreshälfte eine Bewertung gebe. Daraus werde man die notwendigen Veränderungen setzen. Jedenfalls gebe es gerade hier die Chance, Steuerhinterziehung hintanzuhalten. Es bestehe die Möglichkeit, im Sinn des Datenaustausches mit den betroffenen Ländern sehr transparent zu kooperieren.

Zur Finanztransaktionssteuer unterstrich Löger, er trete weiterhin für eine breite Bemessungsgrundlage sein. Dies sei notwendig, damit die Besteuerung in dem Bereich auch sinnhaft sei. Zum deutsch-französischen Vorschlag, der nur auf Aktien basiere, verwies Löger ebenfalls auf dessen Evaluierung. Man werde sehen, inwieweit die neuen Vorschläge zu den bestehenden Themen passen. Es sollte in den Ländern "ein vernünftiges Ergebnis" geben.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte