Löger weist Kritik an zu wenig Kampf gegen Steuerflucht zurück

Brüssel/Wien (APA) - Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) hat Kritik von SPÖ und Grünen an zu wenig Bekämpfung Österreichs gegen Steuerflucht zurückgewiesen. Dies sei "absolut unangebracht", betonte der EU-Ratsvorsitzende vor dem EU-Finanzministerrat Freitag in Brüssel.

Im Gegenteil werde Österreich "sehr starke Unterstützung für alle Themen gegen Steuerbetrug" geben. Es gebe hier auch einige Punkte, die während der österreichischen Ratspräsidentschaft vorangetrieben werden. Auch dass Österreich beim "country zu country reporting" in dieser Sache bremse, stimme nicht. "Wir sorgen dafür, konstruktiv sinnhafte Lösungen in Abstimmung auch auf internationaler Ebene zu erreichen".

Angesprochen auf die sogenannte "Schwarze Liste" von Drittländern im Steuerbereich verwies Löger darauf, dass dies eine lebende Liste sei und es in der zweiten Jahreshälfte eine Bewertung gebe. Daraus werde man die notwendigen Veränderungen setzen. Jedenfalls gebe es gerade hier die Chance, Steuerhinterziehung hintanzuhalten. Es bestehe die Möglichkeit, im Sinn des Datenaustausches mit den betroffenen Ländern sehr transparent zu kooperieren.

Zur Finanztransaktionssteuer unterstrich Löger, er trete weiterhin für eine breite Bemessungsgrundlage sein. Dies sei notwendig, damit die Besteuerung in dem Bereich auch sinnhaft sei. Zum deutsch-französischen Vorschlag, der nur auf Aktien basiere, verwies Löger ebenfalls auf dessen Evaluierung. Man werde sehen, inwieweit die neuen Vorschläge zu den bestehenden Themen passen. Es sollte in den Ländern "ein vernünftiges Ergebnis" geben.

London (APA/Reuters) - Der Reiseveranstalter Thomas Cook hat wegen des heißen Sommers seine Ergebnisprognose für das im September endende Bilanzjahr kassiert. Statt bisher in Aussicht gestellter Zuwächse rechnet der TUI-Rivale nun mit einem Gewinnrückgang, teilte der Konzern am Montag mitteilte.
 

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Heißer Sommer brachte Thomas Cook Gewinnrückgang

Berlin (APA/Reuters) - Die deutsche Industrie will sich nicht dem wachsenden Druck der US-Regierung beugen, auf die Gaspipeline Nord Stream 2, an deren Finanzierung die OMV beteiligt ist, zu verzichten und stattdessen amerikanisches Flüssiggas zu kaufen.
 

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Deutsche Industrie hält an Nord Stream 2 fest

Berlin (APA/dpa) - Der Europäische Rechnungshof rügt die EU-Agrarförderpolitik und verlangt eine Kurskorrektur zugunsten kleinerer Betriebe. "Wir Rechnungsprüfer haben Zweifel, dass die Zielsetzung in der Agrarpolitik noch den Vorgaben in den Verträgen entspricht", sagte Behördenpräsident Klaus-Heiner Lehne den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag).
 

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Europäischer Rechnungshof fordert Kurskorrektur bei Agrarförderung