Löger trifft Scholz - Digitalsteuer und Familienbeihilfe-Indexierung

Brüssel (APA) - Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) trifft Donnerstag vor Beginn der Eurogruppe erstmals mit seinem deutschen Ressortkollegen Olaf Scholz in Brüssel zusammen. Löger wird mit dem Sozialdemokraten bei dem bilateralen Arbeitstreffen zwei Schwerpunkte der österreichischen Ratspräsidentschaft beraten - die Digitalsteuer und die Indexierung der Familienbeihilfe.

Löger erklärte gegenüber der APA, die Besteuerung der digitalen Wirtschaft sei wesentlich. Nach Frankreich solle nun auch Deutschland vom Konzept der Digitalsteuer überzeugt werden. "Das Leitthema der österreichischen Ratspräsidentschaft 'Ein Europa, das schützt' darf nicht nur sicherheitspolitisch verstanden werden. Schutz brauchen wir nämlich auch vor den digitalen Unternehmen, die zwar in Europa ihr Geld verdienen, aber dafür keine Steuern zahlen. Das ist ungerecht und dagegen setzt sich Österreich mit einer klaren Prioritätensetzung in der Ratspräsidentschaft zur Wehr. Deutschland wäre hier nach Frankreich ein wichtiger Verbündeter", sagt Löger.

Bei der Indexierung der Familienbeihilfe für Kinder im EU-Ausland gebe es deutliche Anzeichen, dass Deutschland sowie Dänemark, die Niederlande und Irland eine ähnliche Lösung wie Österreich anstrebe. Der Termin mit Scholz, so Löger, sei eine ideale Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen, wie Österreich dieses Vorhaben umsetzt: "In Mitteleuropa wächst der Unmut darüber, dass Familienleistungen, die ins Ausland überwiesen werden, höher sind als das dortige Durchschnittseinkommen. Österreich hat hier als erster darauf reagiert und passt die Familienbeihilfe nun an die Preisniveaus an. Das ist eine Frage der Gerechtigkeit gegenüber den österreichischen Steuerzahlern", betont der Finanzminister.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte